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Alten- und Pflegezentren

 

Wir trauern um unseren Geschäftsführer

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken

Dieter Bien 2021

Mit Dieter Bien hat der Main-Kinzig-Kreis nicht nur einen Vordenker für die Pflege und die Sorge­kultur verloren, sondern auch einen ganz beson­deren Menschen.

„Mit Dieter Bien haben wir einen Vor­denker für die Pflege und die Sorge­kultur im Main-Kinzig-Kreis verloren. Er war nicht nur über viele Jahre der inno­vative Kopf der Alten- und Pflege­zentren des Main-Kinzig-Kreises, Dieter Bien war vor allen Dingen ein Mensch, der für andere Menschen da war. Ich bin tief traurig, dass er mit nur 60 Jahren nach kurzer und schwerer Krank­heit viel zu früh aus dem Leben geschieden ist“, trauert Susanne Simmler, Aufsichts­ratsvor­sitzende der Alten- und Pflege­zentren in einem Nach­ruf über den am ver­gang­enen Frei­tag verstor­benen Geschäfts­führer der Alten- und Pflege­zentren, Dieter Bien. Gleich­zeitig spricht Susanne Simmler der Frau von Dieter Bien, seinen Kindern und der Familie ihr Bei­leid aus. „Dieter Bien war ein beson­derer Mensch, der trotz seiner verant­wortungs­vollen Position nie viel Auf­hebens um die eigene Person gemacht hat. Ihm ging es immer um die Sache und es ging ihm immer dann beson­ders gut, wenn es den Menschen in seinem Umfeld gut ging“, beschreibt Susanne Simmler einen beschei­denen und boden­stän­digen Menschen, der sich stets sozial und für andere engagiert hat.

Mit Dieter Bien ver­lieren die Alten- und Pflege­zentren, vor allem aber auch der gesamte Main-Kinzig-Kreis einen Menschen, für den das Kümmern um andere stets an erster Stelle stand. In rund 30 Jahren formte der aus dem Joss­grund stammende soziale Vor­denker vom Alten­zentrum Roden­bach ausgehend ein Unter­nehmen, das heute über 14 Standorte im gesamten Main-Kinzig-Kreis verfügt. „Dabei war Dieter Bien seiner Zeit stets voraus, wenn es um neue Entwick­lungen in der Pflege ging“, erinnert Reinhold Walz, stell­vertretender Geschäfts­führer und lang­jähriger Freund von Dieter Bien. So erkannte der begeis­terte Hobby-Tisch­tennis­spieler bereits früh­zeitig, dass Pflege­einrich­tungen mit kleinen Wohn­gruppen, dezentral und wohnort­nah dem Ideal vom Leben im Alter in vertrauter Umge­bung am ehesten ent­sprechen. In der Folge bauten die Alten- und Pflege­zentren die ersten Senioren-Depen­dancen in Neuberg, Limeshain, Ronne­burg und Hammers­bach. Heute kommen in seiner Heimat Joss­grund und in Wächters­bach weitere hinzu.

In seiner täg­lichen Arbeit war Dieter Bien stets auf der Suche nach der best­möglichen Pflege für die Bewohner­innen und Bewohner der Alten- und Pflege­zentren. Mit tiefster Sorge und laut­starker Kritik hin­gegen beglei­tete er die Zwänge, die sich für Mit­arbeiter­*innen, Bewohner­*innen und das Unter­nehmen aus dem unter­finan­zierten System der Pflege­versicher­ung erga­ben. Zeit seines Lebens kämpfte er dafür, in der Pflege den Menschen in den Vorder­grund zu stellen. Deshalb enga­gierte er sich auch nach­haltig und zeit­weise als Bundes­vor­sitzender der Verei­nigung kommu­naler Senioren- und Be­hin­der­tenein­richtungen. „Wir sind oft zu­sammen nach Berlin gefahren, um direkt im Sozial- und Gesund­heits­minis­terium für eine Reform der Pflege­systeme zu kämpfen“, erinnert die Auf­sichts­rats­vor­sitzende Susanne Simmler. Auf kommunaler Ebene seien manche Dinge einfach im Inter­esse der pflege­bedürf­tigen Menschen umge­setzt worden. So habe Dieter Bien unter anderem maß­geblich dafür gesorgt, dass in Hanau eine Pflege Oase eingerichtet worden sei, in der Menschen am Ende ihres Weges eine beson­dere Form der pallia­tiven Versor­gung erfahren dürfen. Die Qualität der der pallia­tiven Versor­gung von Menschen in Pflege­einrich­tungen habe er maß­geblich ver­bessert. Zudem habe er einen Anteil daran, dass heute in Gelnhausen ein Hospiz stehe, weil er den Standort als Idee ins Gespräch gebracht habe.

Neben seinem hohen beruf­lichen Engage­ment war Dieter Bien jedoch immer daran ge­legen, für seine Mit­menschen da zu sein. „Er hat sich immer um andere Menschen, für die er sich ver­antwort­lich fühlte, gekümmert“, beschreibt Reinhold Walz einen wesent­lichen Charakter­zug des In Hanau wohn­haften Geschäfts­führers, der eine Fußball-Leiden­schaft für Schalke 04 hatte.

Diese soziale Art ermöglichte auch eine gute Zusammen­arbeit zwischen dem Geschäfts­führer und dem Betriebs­rat. „Dieter Bien war ein Geschäfts­führer, der sich stark für die Inter­essen der Mit­arbeiter­*innen der Alten- und Pflege­zentren eingesetzt hat“, unter­streicht Dariusz Kantorski, Betriebs­rats­vor­sitzender der APZ. Dank dieser Grund­aus­richtung und der sach­lichen Art seien auch unter­schied­liche Stand­punkte von Ge­schäfts­führung und Betriebs­rat lösungs­orientiert besprochen worden.

„Dieter Bien war das Gesicht der Alten- und Pflege­zentren, er war innova­tiver Motor und Kämpfer für Ver­änder­ungen im Pflege­system“, fasst die Auf­sichts­rats­vor­sitzende zusammen. „Vor allem aber haben wir einen ganz beson­deren Menschen verloren.“

 
 



Dieter Bien hat sich eine Bei­setzung im engsten Familien­kreis gewünscht.
An­stelle von Kranz- oder Blumen­spenden hat er zudem eine Spende an die Onko­logie des Klinikums Hanau erbeten.
Wer spenden möchte, kann dies unter dem Verwendungszweck

„Dieter Bien, 59201 Onkologie“ an das Klinikum Hanau, IBAN: DE94 5065 0023 0000 0502 60, tun.



Beileidsbekundungen können gerne an folgende Adresse gerichtet werden:

Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises gemeinnützige GmbH
GF-Büro / Dieter Bien
Am Altenzentrum 2
63517 Rodenbach


Von dort werden die Karten an die Hinterbliebenen weitergeleitet.