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Alten- und Pflegezentren

Pressemitteilungen
Gesamtunternehmen

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unseren Veröffentlichungen...

09Jul2020

Alphornkonzert vor dem Kreisruheheim Gelnhausen

Senioren freuen sich über den Auftritt des Alphornechos Kasselgrund

Das Alphornecho Kasselgrund aus Gelnhausen und Biebergemünd – Friedhelm Amend (musikalische Leitung), Manfred Lemmer, Hermann Hamm, Winfried Kunkel und Wolfram Fuhr.
Gesamtunternehmen - Donnerstag, 09.07.2020
Die Klänge, die kürzlich im Hof des Kreisruheheims – und weit darüber hinaus – zu vernehmen waren, hört man in unseren Breiten eher selten. Sie erinnern an das Panorama hoher Berge und an Urlaub in den Alpen. Der Auftritt des Alphornechos Kasselgrund aus Gelnhausen und Biebergemünd im Hof des Kreisruheheims Gelnhausen, sorge für Begeisterung bei den Bewohnern der Pflegeeinrichtung und offenbarte die Bandbreite des im alpinen Raum verbreiteten Instruments.

Zu Kaffee und Kuchen versammelten sich mehr als 20 Bewohner des Kreisruheheims Gelnhausen im Innenhof – natürlich unter Wahrung des Mindestabstandes – und lauschten den kraftvoll-melodischen Klängen die aus den Alphörnern erklangen. Zu hören gab es Musik aus der Schweiz, Deutschland und anderen europäischen Ländern, in denen das Alphorn heimisch ist. Meditative Abendlieder wechselten sich mit flotten Polkas und Walzern ab. „Ja, man kann auch relativ schnell damit spielen“ erklärte der musikalische Leiter der Gruppe Friedhelm Amend, „vor allem in der Schweiz wird das Alphorn aber meist sehr langsam gespielt.“ Die Senioren genossen die langsamen ebenso wie die schnellen Stücke. Während der Musik war alles mucksmäuschenstill und alle Blicke richteten sich gebannt auf die Musiker. Nach jedem Lied gab es großen Beifall und Applaus.

In der Pause wurden Fragen zum Alphorn beantwortet. „Wie lang ist ein Alphorn und aus welchem Holz ist es gebaut?“ – „3,40m bis 3,60m je nach Tonart“. „Aus welchem Holz werden sie gebaut?“ – „Weißtanne und Weißfichte aus 1600m Höhe“. „Wie viele unterschiedliche Töne kann man damit spielen?“ – „Bis zu 19“. Zum Beweis spielte Musiker Manfred Lemmer gleich die Eurovisionshymne. Zum Abschluss des Konzertes dankte Uwe Frühm, Fachkraft für soziale Betreuung, den Musikern, die für den gelungenen Auftritt. Die Musiker hatten auf ihre Gage verzichtet – Getränke reichten ihnen. „Wir freuen uns, den Senioren eine Freude machen zu können. Besonders schön ist es für uns hier im Innenhof des Kreisruheheims, da wir hier schon vor drei Jahren zur Eröffnung des Hospizes St. Elisabeth gespielt haben“ so Friedhelm Amend. Die Bewohner des Kreisruheheimes bedankten sich anschließend mit einem kräftigen Schlussapplaus. Das angenehme Wetter – nicht zu warm und nicht zu kalt – trug sein Übriges dazu bei, dass sich alle rundum wohlfühlten.
26Jun2020

Malaktion erfreut Senioren in Gelnhausen und Biebergemünd

Kinder von Mitarbeitern der Kreiswerke Main-Kinzig kreieren farbenfrohe Kunstwerke

Erna Buchhold freute sich über das Bild und ließ es in ihrem Zimmer aufhängen.
Gesamtunternehmen - Freitag, 26.06.2020
Gelnhausen / Biebergemünd. – Den Bewohnern des Kreisruheheims Gelnhausen und des Seniorenzentrums Biebergemünd eine Freude zu machen – das war das Ziel einer Aktion der Kreiswerke Main-Kinzig. Der Strom- und Wasserversorger aus der Region hatte die Kinder der Mitarbeiter darum gebeten, farbenfrohe Bilder für die Senioren beider Pflegeeinrichtungen zu malen. Zahlreiche Kinder griffen daraufhin zu Buntstiften, Wasserfarben und Wachsmalkreide und beteiligten sich an der Malaktion der Kreiswerke. Die fertigen Bilder übergab der Regionalversorger an die Einrichtungsleiterin des Seniorenzentrums Biebergemünd, Claudia Spahn, und an den Einrichtungsleiter des Kreisruheheims Gelnhausen, Daniel Pfeifer.

In beiden Einrichtungen sind die farbenfrohen Kunstwerke mittlerweile überall zu finden: Sie hängen in den Eingangsbereichen, in Aufenthaltsräumen und auch in Bewohnerzimmern. „Eine tolle Aktion, über die sich unsere Bewohner sehr freuen“, bedankte sich Claudia Spahn bei Bernd Knüttel, Bereichsleiter Markt bei den Kreiswerken. Dieser freut sich, dass die Aktion bei den Bewohnern so gut angekommen ist und erklärt: „Gerade in Zeiten von Corona nehmen Solidarität, Wertschätzung und Kreativität einen besonderen Stellenwert ein. Ohne zu zögern fungierten die Kinder unserer Mitarbeiter als Frühlingsbotschafter und zeigten, wie man jemandem schon mit ganz kleinen Gesten ein Lächeln ins Gesicht zaubert.“ Dem stimmte auch Daniel Pfeiffer zu: „Aktionen wie diese zeigen, dass trotz Distanz Gemeinschaft gelebt werden kann.“
19Jun2020

Positiver Förderbescheid für die Alten-und Pflegezentren

Gefördertes Projekt KomIN verzahnt Digitalisierungsstrategie und Personalentwicklung

(Von links) Wolfram Gießler (Projektverantwortlicher), Nils Kornherr (Referent für Digitalisierung), Monika Zimpel (Geschäftsbereichsleiterin Personal), Dieter Bien (Geschäftsführer), Belinda Schmidt (Betriebsratsvorsitzende) und Anja Laguardia (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende) freuen sich gemeinsam über den positiven Förderbescheid.
Gesamtunternehmen - Freitag, 19.06.2020
Die Alten-und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises beteiligen sich mit einem eigenen Teilprojekt an der durch den Europäischen Sozialfonds mit 1,1 Millionen Euro geförderten Forschungsinitiative KomIN – Kompetenzorientierte Interaktionsarbeit in der Pflege des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel des Forschungsverbundes ist es, die Wechselwirkung zwischen der fortschreitenden Digitalisierung und der personenzentrierten Interaktionsarbeit der Fachkräfte in der Altenpflege zu untersuchen. Um diese Wechselwirkungen zu erforschen, ist es notwendig, diese nicht nur mithilfe theoretischer Modelle, sondern anhand der Praxis - also im Pflegealltag - zu untersuchen. „Die Nachricht über den positiven Förderbescheid, freut uns sehr. Schließlich soll dieses Projekt dazu beitragen, unsere Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit zu entlasten.“, so der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, Dieter Bien. Dem stimmte auch der Referent für Digitalisierung, Nils Kornherr, zu: „Die durch das Projekt gewonnen Erkenntnisse, sollen sowohl in die Weiterentwicklung unserer Digitalisierungsstrategie als auch in unsere Maßnahmen zur Personalentwicklung einfließen.“ Durch den dauerhaften Dialog mit den Projektpartnern – deren Teilprojekte inhaltlich sehr unterschiedlich angelegt sind – sollen dabei letztlich alle Projektbeteiligten von den Erfahrungen der jeweils anderen Teilnehmer profitieren.

Das Teilprojekt der Alten- und Pflegezentren konzentriert sich auf die Frage, wie Anwendungen aus dem Bereich der Telemedizin den Arbeitsalltag der Pflegekräfte unterstützen kann. Die Untersuchung geht dabei der Frage nach, wie die Pflegedienstleistungssteuerung zukünftig digitalisiert werden kann, da technische Transformationsprozesse die Arbeitswelt zunehmend verändern. Welche Kompetenzen Beschäftigte in der Pflege zukünftig in Aus-, Fort-und Weiterbildung erwerben sollen, um diesem Wandel zu begegnen, soll dabei ebenfalls beantwortet werden. „Ein wichtiges Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Bedingungen für lern-und selbstwirksamkeitsfördernde Arbeit zu erkennen.“, so die Geschäftsbereichsleiterin Personal, Monika Zimpel. Wie wichtig das für den Pflegealltag ist, unterstrich auch die Betriebsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren, Belinda Schmidt: „Eine kompetenzförderliche Interaktionsarbeit, die sich an den Fähigkeiten der Arbeitnehmer orientiert, kann dazu beitragen, die Belastungen der Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag zu reduzieren.“ An dem von Juni 2020 bis Mai 2023 laufenden Projekt, beteiligen sich neben den Alten-und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises auch Alten-und Pflegeheime der Stadt Wuppertal und die Pflegezentrale Duisburg. Der Projektverantwortliche ist Wolfram Gießler vom Bildungsinstitut im Gesundheitswesen (BiG) Essen. Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Freiburg, des Karlsruher Instituts für Technologie sowie des BIG begleiten das Projekt.
14Mai2020

„Wir sind systemrelevant“ – 2020 zum Jahr der Pflege erklärt

Beschäftigte der Alten- und Pflegezentren des MKK beteiligen sich an Aktion

Beschäftigte der Alten-und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises fordern konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Altenpflege.
Gesamtunternehmen - Donnerstag, 14.05.2020
Mit gleichzeitigen Aktionen vor mehreren Pflegeeinrichtungen, haben Beschäftigte der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK), der DRK Seniorenzentren Maintal, des Frankfurter Verbandes für Alten- und Behindertenhilfe, der diakonischen Einrichtungen von Mission Leben in Neu-Isenburg und Rüsselsheim, Kursana Villa in Königstein und der Einrichtungen der AWO auf die aktuelle Situation in der Altenpflege aufmerksam gemacht. In kleinen Gruppen und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands und der aktuellen Hygienevorschriften, forderten die Beschäftigten, dass sich die derzeit viel beschworene Systemrelevanz des Pflegebereichs, in konkreten Maßnahmen zur Stärkung der Altenpflege niederschlägt. „Es darf nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben.“, erklärte die Betriebsratsvorsitzende der APZ-MKK, Belinda Schmidt und fügte hinzu: „Dass die Beschäftigten in der Pflege systemrelevant sind, ist nicht erst seit der Corona-Krise klar. Die aktuelle Situation macht jedoch deutlich, woran es derzeit am meisten mangelt.“

So fordert Schmidt mehr Kontinuität, schnelle und langfristige Lösungen zur Verbesserung der Arbeitssituation und der Arbeitsbedingungen in der Pflege – dazu gehören die schnellstmögliche Umsetzung des neuen und bereits vorgestellten Personalbemessungssystems, eine bessere Vergütung aller in den Pflegeeinrichtungen tätigen Berufsgruppen sowie bessere und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten seit über zwei Monaten am Rande ihrer Belastungsgrenze und werden dies noch weit bis ins Jahr 2021 hinein tun. Schließlich gehören die Bewohner und Bewohnerinnen in unseren Einrichtungen zu der am stärksten gefährdeten Gruppe.“, so die Betriebsratsvorsitzende. „Sonst aber ist leider nichts passiert“, macht die Betriebsratsvorsitzende deutlich. Dem stimmt auch der Geschäftsführer der APZ-MKK, Dieter Bien, zu: „Was sollen unsere Mitarbeiter denn denken, wenn schon in den ersten Tagen des Shutdowns von allen Seiten eine Sonderprämie angekündigt wurde, es aber bis heute keine Entscheidung dazu gibt, wann und in welcher Höhe eine solche gezahlt wird?“

Daneben betonten Schmidt und Bien, dass auch der Schutz und die Sicherheit der Beschäftigten in der Pflege noch stärker als bisher berücksichtigt werden müssen. Neben der Durchführung flächendeckender Schutzmaßnahmen und der Bereitstellung von Schutzmaterial, forderten sie hierzu symptomunabhängige Corona-Tests für alle in den Pflegeeinrichtungen tätigen Berufsgruppen: „Die Weltgesundheitsorganisation hat 2020 zum Jahr der Pflegenden erklärt. Nun müssen konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Pflegebereichs folgen.“
12Mai2020

Zum Internationalen Tag der Pflege: Klare Kante zeigen

Betriebsrat und Geschäftsführung der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises fordern zahlreiche Verbesserungen

Gesamtunternehmen - Dienstag, 12.05.2020
Welche immense Bedeutung der Pflegeberuf für unsere Gesellschaft hat, ist gerade in den zurückliegenden Wochen deutlich geworden. Vielerorts gab es Beifall und lobende Worte für dass, was Pflegekräfte tagtäglich in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen leisten und schnell wurden Sonderprämien und andere Versprechungen laut, um den Pflegenden ein Zeichen von Wertschätzung zu vermitteln. Doch was ist nach zwei Monaten Coronakrise davon übrig geblieben? In Kliniken und Pflegeheimen stehen die Mitarbeiter nach wie vor unter großem Druck und arbeiten mit viel Leidenschaft, Einsatz und Engagement für die Patienten und die Bewohner. Aber da in der Öffentlichkeit nur noch über Öffnungen und Lockerungen gesprochen wird und scheinbar wieder die gewohnte Normalität Einzug hält, scheinen all die Versprechen und Zugeständnisse fast vergessen.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten seit über zwei Monaten am Rande ihrer Belastungsgrenze und sie werden dies noch weit bis ins Jahr 2021 hinein zum Schutz der besonders gefährdeten Bewohnerinnen und Bewohner tun müssen,“ erklärt die Betriebsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, Belinda Schmidt. Sie und ihr Betriebsratsteam versuchen – gemeinsam mit der Geschäftsführung des kreiseigenen Unternehmens – seit Anfang März wöchentlich mit kleinen Aufmerksamkeiten den Mitarbeitern immer wieder ein Zeichen der Anerkennung zu senden. „Sonst aber ist leider nichts passiert“, macht die Betriebsratsvorsitzende deutlich. Und auch Geschäftsführer Dieter Bien ärgert sich: „Was sollen unsere Mitarbeiter denn denken, wenn schon in den ersten Tagen des Shutdowns von allen Seiten eine Sonderprämie angekündigt wurde, es aber bis heute keine Entscheidung dazu gibt, wann und in welcher Höhe eine solche gezahlt wird?“

Nach Auffassung von Schmidt und Bien ist aber diese Sonderprämie ohnehin nur eine temporäre Lösung. „Wir wünschen uns zum Tag der Pflegenden vielmehr Kontinuität, schnelle und langfristige Lösungen zur Verbesserung der Arbeitssituation und der Arbeitsbedingungen in der Pflege, kurzum: Politik und Gesellschaft müssen zur Pflege endlich einmal klare Kante beweisen.“, erklären die Betriebsratsvorsitzende und der Geschäftsführer. So sei die schnellstmögliche Umsetzung des neuen und bereits vorgestellten Personalbemessungssystems, eine bessere Vergütung der Mitarbeiter in der Pflege und der Betreuung, bessere und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen, die Stärkung der Gesundheitsprävention und -förderung sowie eine attraktive Ausbildung ebenso wichtig, wie die Sicherstellung der Finanzierung all dieser Maßnahmen, ohne die Bewohner und die Angehörigen weiter zu belasten. „Das Finanzierungssystem der Pflegeversicherung muss zu Gunsten der Bewohner und der Angehörigen geändert werden.“ stellen Schmidt und Bien abschließend klar.
12Mai2020

Terrassenkonzerte bei den Alten- und Pflegezentren des MKK

Kulturelles Angebot an die Corona-Schutzmaßnahmen der Einrichtungen angepasst

Der Koordinator und Künstler Stephan Herget bei einem seiner Auftritte auf dem Balkon des Stadtteilzentrums an der Kinzig in Hanau. Besonders begeistert waren die Bewohner von den Melodien von Haydn, Beethoven und anderer Vertreter der Wiener Klassik.
Gesamtunternehmen - Dienstag, 12.05.2020
Damit die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK), trotz der aktuellen Schutzmaßnahmen am kulturellen Leben teilhaben können, finden derzeit regelmäßig Terrassen-Konzerte und andere Veranstaltungen vor den 12 Pflegeeinrichtungen des Kreises statt. Die Konzerte werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur erleben“ der APZ-MKK angeboten, die es den in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohnern der Pflegeeinrichtungen der APZ-MKK ermöglicht, an kulturell hochwertigen Veranstaltungen teilzunehmen. Um dies auch in dieser Zeit zu ermöglichen, wurde das Angebot entsprechend dem Motto „Gemeinschaft trotz(t) Distanz“ angepasst. „Zum Glück hat in den letzten Wochen meist auch das Wetter mitgespielt“, freut sich der Koordinator der Veranstaltungsreihe, Stephan Herget. „Aufgrund der aktuellen Schutzmaßnahmen für Pflegeinrichtungen, müssen wir besonders kreativ sein, um unseren Bewohnern etwas zu bieten.“ so Herget. „Musik und Kunst“, erklärte Herget, „sind gerade in Zeiten der Coronakrise besonders wichtig. Schließlich ist Kultur auch immer ein Seelentröster“. So helfe das Angebot den Bewohnern, die aktuelle Situation und die sozialen Einschränkungen besser zu verarbeiten.

In der derzeitigen Lage musste Herget, selbst erfahrener Konzert-Pianist, viel Kreativität entwickeln, um den Bewohnern ein attraktives Programm zu bieten. Nachdem er Ende März ein erstes Balkon-Konzert für die Bewohner des Stadtteilzentrums an der Kinzig gegeben hatte, bei dem der Applaus durch den gesamten Hof der Pflegeeinrichtung hallte, sprach Herget viele Künstler an und fragte sie, ob sie nicht auch bereit wären, vor den Einrichtungen aufzutreten. So kam es in kurzer Zeit zu zahlreichen Terrassen-, Hof- und Parkplatz-Konzerten. Herget selbst, bevorzugt dabei die klassische Musik, aber auch die Kirchenmusik. Die Idee für die Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur erleben“ kam Herget, der auch als Soziale Betreuungskraft im Stadtteilzentrum arbeitet, vor mehreren Jahren. „Ich habe mich sehr gefreut, dass diese Idee der kulturellen Veranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner bei unserem Geschäftsführer Dieter Bien auf solch fruchtbaren Boden gefallen ist“, so Herget heute. So ist die Veranstaltungsreihe seit mehr als zwei Jahren ein fester Bestandteil des Angebots in den Einrichtungen der APZ-MKK. „Das macht sich gerade auch in der Corona-Krise bezahlt, denn Herr Herget verfügt über ein großes zahlreiche Kontakte zu Künstlern, die häufig sogar ehrenamtlich in den Einrichtungen auftreten.“, erklärte der Geschäftsführer Dieter Bien. So haben im Rahmen der Veranstaltungsreihe in den letzten zwei Jahren mehr als 300 Konzerte stattgefunden.

Aktuell hat Herget ein weiteres Ansinnen: „Wir wollen einen Förderkreis gründen, um weitere Finanzmittel zu akquirieren, um das künstlerische Programm noch attraktiver zu gestalten und unser Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner in allen Pflegeeinrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises zu erweitern.
08Mai2020

„Endlich können wir uns wieder sehen“

Angehörige und Betreuer von Bewohnern der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises machen regen Gebrauch von den neuen Besuchsmöglichkeiten

Im Stadtteilzentrum an der Kinzig in Hanau, freut sich Herr Boos über den langerwarteten Besuch seines Sohnes.
Gesamtunternehmen - Freitag, 08.05.2020
Nach fast acht Wochen, in denen die Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen keinen Besuch erhalten konnten, war es diese Woche endlich wieder so weit: das langersehnte Wiedersehen von Bewohnern mit Familienangehörigen, Freunden und Betreuern. Nach vorheriger Anmeldung und unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen, trafen die Bewohner der 12 Pflegeeinrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK) in speziell vorbereiteten Begegnungsräumen auf ihren Besuch. Die Wiedersehensfreude war in allen Einrichtungen entsprechend groß – auch wenn sich Bewohner und Besucher nicht in den Arm nehmen durften. Seit Anfang der Woche gelten in allen 12 Einrichtungen der APZ-MKK Konzepte zur Umsetzung der neuen Besuchsreglungen nach den Vorgaben von Bund, Land und Träger, die an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst wurden. Zu den 12 Einrichtungen der APZ-MKK zählen das Wohnstift Hanau, das Stadtteilzentrum an der Kinzig in Hanau, das Altenzentrum Rodenbach, die Senioren-Dependancen in Neuberg, Ronneburg, Limeshain und Hammersbach, das Seniorenzentrum Gründau, das Kreisruheheim Gelnhausen, das Seniorenzentrum Biebergemünd, das Seniorenzentrum Steinau und das Wohn- und Gesundheitszentrum Lebensbaum in Sinntal. Im Fokus der Konzepte steht die Möglichkeit, dass jeder Bewohner einmal pro Woche Besuch von einer nahestehenden Person erhalten kann. Damit soll während der Corona-Pandemie der sozialen Isolation der Bewohner entgegengewirkt werden, aber gleichzeitig der größtmögliche Schutz von Bewohnern und Mitarbeitern in den Häusern vor einer Infektion gewahrt bleiben.

„Die vulnerabelste Gruppe mit dem höchsten Gefährdungspotential durch Covid-19 muss gerade in Anbetracht der Lockerungen mit großer Sensibilität begleitet werden. Es geht nicht um die Abwägung zwischen Menschenwürde und Menschenleben“, so der Geschäftsführer des kreiseigenen Unternehmens, Dieter Bien, „vielmehr geht es darum, beides in Einklang zu bringen.“ Die Pflegeheime haben mit viel Bedacht die Möglichkeiten der Öffnung und die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen abgewogen. Deshalb steht im Mittelpunkt der Konzepte auch die Schaffung von Begegnungsräumen.

Die wichtigsten Anforderungen an die Begegnungsräume sind:

- Der Raum benötigt zwei Zugänge – idealerweise ein Zugang von außen für die Besucher und ein Zugang von innen für die Bewohner.
- Der Zugang von innen soll barrierefrei sein.
- Der Raum muss gut zu lüften sein.
- Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und die Einhaltung der Hygienevorschriften.
- Der Begegnungsraum wird mit einem Hygieneteam des Gesundheitsamtes abgestimmt.
- Der Bewohner wird zum Begegnungsraum begleitet und wieder abgeholt.

Für immobile Bewohner werden Besuche im Zimmer ermöglicht. Hier allerdings nur unter Tragen der kompletten Schutzausrüstung. Außerdem werden diese Besucher am Eingang abgeholt und zum Bewohnerzimmer begleitet – auch auf dem Rückweg zum Ausgang. Hier muss der Sicherheitsmaßstab noch höher angelegt werden.

Die Inanspruchnahme des Angebotes, für jeden Bewohner einen Besuch pro Woche zu organisieren, ist natürlich abhängig von den Möglichkeiten in den einzelnen Häusern. Die Besuchszeiten werden täglich auf den Zeitraum von 9 bis 18 Uhr begrenzt. Gleichfalls muss der Besuchstermin vorher zwingend bei der Corona-Hotline der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises angemeldet und bestätigt werden. Die Mitarbeiter der Hotline stehen dafür täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Tel.-Nr. 06184.2052-100 oder per E-Mail an corona@apz-mkk.de zur Verfügung. Die Besucher erhalten unmittelbar vor ihrem Besuch ein Informationsblatt mit allen wichtigen Angaben zu Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie entsprechenden Regeln, das sie unterschreiben müssen. Sämtliche Informationen über die Besuchsräume, die Organisation, den Ablauf der Besuche und insbesondere die Schutzmaßnahmen, sind aber auch jederzeit auf der Webseite des Unternehmens (www.apz-mkk.de) einzusehen.

„Es gab sehr viele Anrufe seit Bekanntgabe der Lockerung zum Besuchsrecht in unseren Einrichtungen. Die Angehörigen waren sehr verständnisvoll trotz der geforderten Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften. Die Anrufer waren bei der telefonischen Terminvergabe einfach nur glücklich und in freudiger Erwartung ihre Angehörigen endlich wiederzusehen. Es gab auch viele Anfragen ob kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten mitgebracht werden dürfen. Das machen wir natürlich möglich, die Mitarbeiter in den Einrichtungen werden die Geschenke entgegennehmen und in die Zimmer unserer Bewohner bringen“, erklärte die Koordinatorin für die Hotline und das Belegungsmanagement, Anke Kasseckert. Insgesamt gingen in den ersten Tagen fast 500 Telefonanrufe ein und es wurden ebenso viele Besuchstermine vereinbart.
04Mai2020

Geschützte Begegnungen von Bewohnern und Angehörigen

Alten- und Pflegezentren des MKK ermöglichen Besuche enger Kontaktpersonen

Der Begegnungsraum im Stadtteilzentrum an der Kinzig
Gesamtunternehmen - Montag, 04.05.2020
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, war der staatlich verordnete Stillstand des öffentlichen Lebens, mit besonderen Herausforderungen und großen Einschränkungen in ihrem Alltag verbunden. Seit dem 13. März galt ein weitgehendes Besuchsverbot für alle hessischen Pflegeeinrichtungen, von dem nur Angehörige von Bewohnern in palliativer Situation ausgenommen sind. Zwar haben die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von Angeboten geschaffen, um der sozialen Isolation der Bewohner entgegenzuwirken – darunter die Möglichkeit der Videotelefonie mit Familie und Freunden, Telefon-Patenschaften für Bewohner ohne Angehörige sowie Hof- und Terrassen-Konzerte und Gottesdienste – den persönlichen Kontakt zu einem geliebten Menschen, können natürlich auch diese Angebote nicht ersetzen.

Um den Bewohnern von Pflegeeinrichtungen den Besuch von Angehörigen zu ermöglichen, hat die hessische Landesregierung langsame und behutsame Lockerungen beim Besuchsverbot beschlossen, die sowohl das Bedürfnis nach sozialem Austausch, als auch den Schutz der Bewohner in den Mittelpunkt stellen. Seit Montag, den 04. Mai 2020 gilt in allen 12 Einrichtungen der Alten-und Pflegezentren das Konzept „Geschützte Begegnung von Angehörigen und Bewohnern während der Corona-Pandemie“. Das Konzept setzt die neuen Richtlinien der Landesregierung für Besuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen um und regelt den Ablauf und die Schutzmaßnahmen für Besuche von engen Angehörigen. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Besuchs-/Begegnungsräumen für mobile und Rollstuhl-mobile Bewohner sowie bei immobilen und bettlägerigen Bewohnern zum Besuch im Bewohnerzimmer.

Nach Möglichkeit soll für jeden Bewohner ein Besuch pro Woche ermöglicht werden. Dies ist allerdings auch abhängig von den Möglichkeiten in den einzelnen Häusern. Die Besuchszeit wird täglich auf den Zeitraum von 9 bis 18 Uhr beschränkt und ein Besuchstermin muss zwingend vorher angemeldet und bestätigt werden. Dafür haben die Alten- und Pflegezentren eine Corona-Hotline eingerichtet, die ab 4. Mai täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Tel.-Nr. 06184.2052-100 oder per E-Mail an corona@apz-mkk.de erreichbar ist. Besuche können ab Montag, den 4. Mai 2020 angemeldet und ab Donnerstag, den 7. Mai 2020 durchgeführt werden. Sämtliche Informationen – über die Besuchsräume, die Organisation, die Raumgestaltung, den Ablauf der Besuche und insbesondere die Schutzmaßnahmen – können jederzeit auf der Webseite des Unternehmens unter www.apz-mkk.de eingesehen werden.
19Apr2020

Digitalisierung ist der richtige Weg

In der Corona-Krise bewährt sich die Strategie der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises

Sich mit den Angehörigen zu unterhalten und ihnen ein Lächeln zu schenken – die Videotelefonie erleichtert den Bewohner der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises das aktuell geltende Besuchsverbot. Das Bild aus dem Wohnstift Hanau zeigt den Bewohner Johannes Kaiser, der letzte Woche seinen 99. Geburtstag hatte, im Gespräch mit seiner Tochter. Unterstützt wird er dabei von der Betreuungskraft Andrea Habel.
Gesamtunternehmen - Sonntag, 19.04.2020
Dass die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises bereits seit vielen Jahren ganz vorne dabei sind, wenn es um den Ausbau der digitalen Infrastruktur geht, macht sich gerade in der aktuellen Situation bezahlt. So konnte die IT-Abteilung, bestehend aus Fred Lach und Max Geis, zusammen mit dem Referenten für Digitalisierung, Nils Kornherr auf viele bereits vorhandene digitale Ressourcen zurückgreifen, um den Bewohnern angesichts des Besuchsverbots, den Kontakt zu ihren Angehörigen zu vereinfachen und die Mitarbeiter zu entlasten. Gelungene Beispiele hierfür sind die Videotelefonie, die Telefon-Betreuung oder auch die Einführung einer zentralen Corona-Hotline, die sich in stetigem Austausch über Informationen oder zur Beantwortung von Fragen mit den einzelnen Einrichtungen befindet. Hier sind alle Einrichtungen, vom Wohnstift in Hanau, über das Stadtteilzentrum an der Kinzig in Hanau, das Altenzentrum Rodenbach, die Seniorendependancen in Neuberg, Limeshain, Ronneburg und Hammersbach, das Seniorenzentrum Gründau, das Kreisruheheim Gelnhausen, das Seniorenzentrum Biebergemünd, das Seniorenzentrum Steinau bis zum Wohn- und Gesundheitszentrum Lebensbaum in Sinntal eingebunden.

Mit der ebenfalls an allen Standorten eingerichteten Videotelefonie wird den Bewohnern ermöglicht, mit Ihren Angehörigen oder Betreuern in „Sichtkontakt“ zu treten. Der vereinfachte Kontakt über WhatsApp-Call oder Skype ist durch wenige Klicks hergestellt und mit wenig Zeitaufwand für die Mitarbeiter verbunden. Über die Telefon-Betreuung werden Bewohnern bei Interesse ehrenamtliche Gesprächskontakte vermittelt. „Zwar wäre es schön, wenn wir in allen Einrichtungen schon eine durchgehende WLAN-Infrastruktur besitzen würden, aber wo dies noch nicht der Fall ist, funktioniert die Verbindung auch mit LTE-Karte“, erklären die beiden IT-Mitarbeiter Fred Lach und Max Geis. „Die aktuelle Situation zeigt aber auch, dass es für ein flächendeckendes WLAN zahlreiche gute Argumente gibt und das Unternehmen mit dieser Strategie gut aufgestellt ist“, ist Geschäftsführer Dieter Bien überzeugt.

Viele der technischen Anwendungen, wie die Videokonferenzen zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen und den Einrichtungen, werden derzeit genutzt, um persönliche Zusammenkünfte zu vermeiden, funktionieren aber so gut, dass sie auch in der Zeit nach der Corona-Krise weiter genutzt werden sollen. So ermöglicht das genutzte Programm nicht nur, dass eine größere Gruppe von Menschen zusammenkommt und sich über Bild und Ton austauscht, auch weitere Anwendungen wie die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten oder die Betrachtung einer Präsentation sind möglich. Auf diese Weise kommunizieren aktuell alle Einrichtungsleitungen und die Unternehmensleitung von fast allen Standorten aus mit bis zu 15 Personen mindestens einmal wöchentlich. Selbst Führungskräfte, die sich zeitweise in Home-Office befinden, können sich in die Videokonferenz einschalten. Auch der Krisenstab des Unternehmens tagt ausschließlich und täglich über Videokonferenzen.

Schnelle Internetverbindung per LTE-Karte und digitale Kommunikationsmittel wie Skype oder WhatsApp erleichtern den älteren Menschen den Umgang mit den geltenden Einschränkungen des täglichen Lebens. Auch CLICKDoc, eine Applikation, die den telefonischen Austausch mit dem behandelnden Arzt ermöglicht, kommt nun verstärkt zum Einsatz. Im Rahmen eines Pilotprojektes war diese Technik bereits im Wohnstift Hanau erprobt worden. Der Einsatz von Telematik wird, so ist sich Bien sicher, nicht den persönlichen Kontakt zwischen Bewohner und Arzt verzichtbar machen, er kann aber deutlich dazu beitragen, dass den Bewohnern in manchen Fällen ein für sie anstrengender Transfer in die Arztpraxen oder auch in eine Klinik erspart werden kann. „In diesen schwierigen Zeiten trägt die Digitalisierung zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner bei“, erläutert Nils Kornherr, Referent für Digitalisierung.

Investitionen in die digitale Infrastruktur, die das kreiseigene Unternehmen im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung in der Pflege getätigt hat, unterstützen aktuell alle notwendigen Abläufe im Unternehmen. Mitarbeiter der Alten-und Pflegezentren bleiben im Home-Office für ihre Kollegen erreichbar, Leitungskonferenzen finden digital statt und Absprachen zwischen einzelnen Einrichtungen erfolgen per Videoschaltung. „Wir haben derartige Konferenzen und Gesprächsrunden in den zurückliegenden Jahren immer wieder geübt“, erklärt der Geschäftsführer abschließend und ergänzt: „das zahlt sich jetzt in dieser Krise aus. Diese Entwicklung wird auch zu einer neuen Kommunikations- und Informationskultur führen.“
14Apr2020

Grundschüler schicken Ostergrüße an das Wohnstift

Erich-Kästner-Schule und Wohnstift bleiben auch in der Krise im Kontakt

Osterpost der Grundschüler der Erich-Kästner-Schule für die Bewohner des Wohnstifts.
Gesamtunternehmen - Dienstag, 14.04.2020
Das Wohnstift Hanau und die Erich-Kästner-Schule stehen bereits seit vielen Jahren in engen Kontakt zueinander. Im Jahresverlauf begegnen sich die Grundschüler und die Bewohner der Pflegeeinrichtung bei unterschiedlichen Aktionen. Dazu gehört jedes Jahr auch das gemeinsame Ostereierfärben, das immer im Wohnstift Hanau stattfindet und an dem auch Kinder der Erich-Kästner-Schule teilnehmen. Durch die Corona-Krise und das aktuell geltende Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen konnte diese Aktion in diesem Jahr jedoch nicht stattfinden. Die Rektorin der Grundschule, Tina Valdfogl-Saier, hatte daher die Idee, dass die Grundschüler stattdessen schriftliche Ostergrüße an die Bewohner des Wohnstifts Hanau schicken könnten.

Tina Valdfogl-Saier schlug den Kindern vor, Frühlingsbilder zu malen und Briefe zu schreiben. Die Resonanz war riesig und die Kinder malten, schrieben und bastelten eifrig. „Wir möchten in dieser schwierigen Zeit, in der Besuche im Wohnstift nicht möglich sind, den Bewohnerinnen und Bewohnern eine Freude bereiten. Die Kinder haben mit Feuereifer Karten, Bilder und Post gestaltet.“, so die engagierte Rektorin. Die Kinder warfen ihre Ostergrüße in den Briefkasten der Schule ein und die gesammelte Post wurde im Wohnstift kontaktlos in Empfang genommen. Dort wurden die schriftlichen Grüße direkt an die Bewohner weitergegeben. „Dass die Kinder an uns denken, berührt uns sehr. Die lieben Grüße tun uns wirklich gut.“, so eine Bewohnerin des Wohnstifts.

Die Fachkraft für Soziale Betreuung, Katja Sommer, war von der kreativen Vielfalt und der großen Anzahl an Osterpost überrascht: „Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich über die vielen lieben Grüße und die für die wunderschön gestalteten Briefe, Bilder und Bastelarbeiten sehr gefreut.“
Auch der Einrichtungsleiter des Wohnstifts, Stephan Hemberger, dankte der Erich-Kästner-Schule: „Wir bedanken uns herzlich bei Frau Valdfogl-Saier für diese tolle Idee und bei den Schülerinnen und Schülern für die zahlreiche fröhliche Osterpost.“
02Apr2020

Törtchen als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung

Partner für Gesundheit und Alter bedanken sich für außerordentlichen Einsatz –

Süße Törtchen als Zeichen des Dankes – Die „Partner für Gesundheit und Alltag“ bedanken sich bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für deren außerordentlichen Einsatz.
Gesamtunternehmen - Donnerstag, 02.04.2020
Angesichts der aktuellen Maßnahmen zum Schutz vor einer Verbreitung des Coronavirus, steht gerade das Personal im Pflege- und Gesundheitsbereich vor ganz besonderen Herausforderungen. Auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen ohnehin herausfordernden Berufsfeldern, kommen derzeit viele weitere Aufgaben hinzu. Fast täglich gibt es neue Handlungsanweisungen und Schutzmaßnahmen, die umgesetzt werden müssen, um einen optimalen Schutz der besonders gefährdeten Menschen zu gewährleisten. Mit ihrem außerordentlichen Einsatz sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Berufsgruppen somit dafür, dass die Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen weiterhin gesichert ist.

Die „Partner für Gesundheit und Alltag“, bestehend aus den Alten- & Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, dem Pflegedienst Kremer, dem DRK-Kreisverband Hanau e.V. und dem Sanitätshaus Bußfeld & Schiller, möchten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren außerordentlichen Einsatz danken und haben dazu eine gemeinsame Aktion vorbereitet. Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung wurden an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen süße Törtchen verteilt. „Wir wollen unseren Kolleginnen und Kollegen in dieser schwierigen Zeit immer mal wieder etwas Besonderes bieten. Eine kleine Aufmerksamkeit, die für einen Moment ablenken soll“, so die Geschäftsführer Stefan Betz, Patrick Kremer, Florian Schulz und Dieter Bien in einer gemeinsamen Erklärung.
24Mär2020

Telefonischer Beistand für pflegebedürftige Menschen

Alten- und Pflegezentren suchen Telefon-Paten für die Bewohner der Pflegeheime des Main-Kinzig-Kreises

Gesamtunternehmen - Dienstag, 24.03.2020
Das Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen, die Absage von Veranstaltungen wie von Gruppenangeboten, hinterlassen eine Lücke bei den sozialen Kontakten von pflegebedürftigen Menschen – so auch bei den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, sich zu seinen Sorgen und Gedanken austauschen zu können. „Die aktuelle Entwicklung um den Corona-Virus zwingt uns alle zu einschränkenden Maßnahmen, die erforderlich und richtig sind – jedoch nicht spurlos an den Bewohnern unserer Einrichtungen vorbei gehen,“ erklärte der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien und fügte hinzu: „Wir alle wissen, wie wichtig soziale Kontakte sind. Wir haben uns daher ein Angebot einfallen lassen, das unseren Bewohnern einen sozialen Austausch trotz des aktuellen Besuchsverbots ermöglicht.“

Getreu dem Motto des ehrenamtlichen Engagements bei dem Alten- und Pflegezentren „Mit Menschen für Menschen“ möchten das kreiseigenen Unternehmen den Bewohnern auch in Zeiten der Isolation einen Kontakt über die Einrichtungen hinaus ermöglichen und eine ortsunabhängigen „Telefonbetreuung“ anbieten. „Wir hoffen, dass wir auf diesem Weg Telefonpaten finden und damit zumindest ein wenig der Gefahr der Vereinsamung entgegenwirken können,“ so Bien weiter. Und so einfach funktioniert es: Für den Erstkontakt senden Interessierte bitte ihren vollständigen Namen, eine Telefonnummer, unter der Sie angerufen werden möchten sowie die Wunschzeiten Ihrer telefonischen Erreichbarkeit an die E-Mail-Adresse telefon-betreuung@apz-mkk.de oder melden diese Bereitschaft bei der CORONA-Hotline des Unternehmens unter der Telefonnummer 06184.2052 100. Das Unternehmen stellt den Kontakt zu den Bewohnern her, die einen Beistand wünschen und meldet sich zu den angegebenen Wunschzeiten. Wer darüber hinaus miteinander im Austausch bleiben möchte, kann dies gerne angeben.

Wichtig ist der Geschäftsführung auch, dass durch die zentralen Ansprechpartner und die Unterstützung in den Einrichtungen durch die Fach- und Leitungskräfte der sozialen Betreuung sowie die Betreuungskräfte, die Mitarbeiter in der Pflege nicht zusätzlich belastet werden. Das Angebot soll in dieser Zeit eine schöne Ergänzung in der Alltagsgestaltung für die Bewohner sein und dennoch nicht die ohnehin schon schwierige Arbeitssituation der Pflegekräfte zusätzlich belasten. „Dank der bestehenden Strukturen und der guten Arbeit in der sozialen Betreuung dürfte dies auch gelingen,“ so der Geschäftsführer abschließend.
17Mär2020

Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus in den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises

 

Gesamtunternehmen - Dienstag, 17.03.2020
Seit dem 15. März 2020 gilt für Seniorenheime und Altenpflegezentren im Main-Kinzig-Kreis ein generelles Besuchsverbot. Lediglich Angehörige von Bewohnern in palliativer Situation (Sterbebegleitung) sind davon ausgenommen. Zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bitten die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises diese Anordnung gemäß dem Infektionsschutzgesetz, die zunächst befristet ist bis zum 19. April 2020, strikt einzuhalten. Im Falle der bereits genannten Ausnahme, ist ein Besuch nur dann möglich, wenn der Besuch unvermeidbar und zuvor telefonisch oder per Email abgesprochen wurde, die Besucher keine Anzeichen einer Erkältung haben und sich in den letzten Wochen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Besucher müssen dazu vorab die CORONA – Hotline der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises unter der Telefonnummer 06184 – 2052 100 oder per Email unter corona@apz-mkk.de kontaktieren. Die Service-Nummer bzw. Email-Adresse ist täglich (auch an Wochenenden und Feiertagen) – vorerst bis zum 19. April 2020 jeweils von 6 bis 22 Uhr erreichbar. Die Mitarbeiter der CORONA-Hotline werden versuchen, den Anrufern so schnell wie möglich zu helfen bzw. ihre Fragen zu beantworten.

Weitere aktuelle Informationen sind auf der Webseite der Alten- und Pflegezentren unter www.apz-mkk.de verfügbar. Die Geschäftsleitung und die Einrichtungsleitungen der zwölf Einrichtungen des Main-Kinzig-Kreises bitten für die Maßnahmen um Verständnis. „Corona- und Influenza-Viren sind besonders für ältere Menschen eine große Gefahr. Daher benötigen Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen besonderen Schutz.“, so Geschäftsführer Dieter Bien. Zur Koordination der notwendigen Schutzmaßnahmen haben die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, einen Krisenstab berufen. Der Krisenstab stimmt sich täglich ab, um die Entwicklung der Epidemie fortlaufend zu beobachten und die notwendigen Maßnahmen zeitnah anzupassen. Jede Einrichtung der Alten- und Pflegezentren hat eine eigene Pandemiestrategie, in der die jeweiligen Zuständigkeiten, der Ablauf und das Vorgehen im Falle einer Pandemie, wie des Corona-Virus, beschrieben werden. Zusätzlich werden alle Mitarbeiter des Unternehmens mit aktuellen Informationen des Gesundheitsamts des Main-Kinzig-Kreises, des Robert-Koch-Instituts und des Gesundheitsministeriums versorgt.
12Mär2020

Zum Schutz der Bewohner – Jahresempfang der Alten- und Pflegezentren des MKK wird verschoben

 

Gesamtunternehmen - Donnerstag, 12.03.2020
Aus aktuellem Anlass findet der Jahresempfang der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises heute nicht statt. Landrat Thorsten Stolz und die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler informierten am 12. März in einer Pressekonferenz über den aktuellen Umgang im Landkreis mit öffentlichen Veranstaltungen. "Kritisch zu bewerten sind dabei Zusammenkünfte mit überwiegend älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen, da diese bei einer Erkrankung mit dem Corona-Virus besonders gefährdet seien." So wurde der Jahresempfang zum Schutz aller abgesagt. Der Jahresempfang und die Ehrungen im Rahmen der Verleihung der Waltraude-Heitzenröder-Medaille sollen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachgeholt werden.
06Mär2020

„Digitalisierung ist sehr hilfreich, aber eben kein Allheilmittel“

Herbert Fanese vom FachPflegeZentrum Bergstraße besucht die Alten- und Pflegezentren des MKK und referiert über Digitalisierung und Personalakquise

Sich auszutauschen und voneinander zu lernen – das stand im Mittelpunkt des Besuchs des Geschäftsführers des FachPflegeZentrums Bergstraße, Herbert Fanese (vorne vierter von rechts), bei den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises.
Gesamtunternehmen - Freitag, 06.03.2020
Ende letzten Jahres hatte die Unternehmensleitung der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, das FachPflegeZentrum Bergstraße in Lorsch besucht, um sich über die innovativen Konzepte und das Angebot der Pflegeeinrichtung zu informieren. Nun war der Geschäftsführer und Einrichtungsleiter des FachPflegeZentrums, Herbert Fanese, zu Besuch in der Unternehmenszentrale der Alten- und Pflegezentren und hat sich mit der Unternehmensleitung und den Einrichtungsleitungen der zwölf kreiseigenen Pflegeeinrichtungen über die Themen Digitalisierung und Personalakquise ausgetauscht. So berichtete Fanese von seinen Erfahrungen bei der Nutzung sozialer Netzwerke zur Personalgewinnung und welche digitalen Hilfsmittel im Pflegealltag sinnvoll sind. Dabei betonte er, dass digitale Hilfsmittel - richtig eingesetzt - zu einer Entlastung der Pflegekräfte beitragen können, aber eben kein Allheilmittel seien.

Besonders interessant fanden die Leitungskräfte der Alten- und Pflegezentren die von Fanese beschrieben Strategien zur Personalgewinnung. So bewirbt sich Fanese bei seinen potentiellen Mitarbeitern als „zukünftiger Chef“ und wirbt mit den Angeboten des Unternehmens und einem attraktiven Arbeitsumfeld. Um möglichst viele potentielle Bewerber zu erreichen, nutzt er neben den sozialen Netzwerken, auch einen Autoanhänger auf dem ein großes Werbeplakat angebracht ist. Diesen Plakat-Anhänger parkt er an stark frequentierten Orten und dort, wo er potentielle Bewerber vermutet. Mit dieser kreativen Strategie, konnte das FachPflegeZentrum bereits mehrere Mitarbeiter gewinnen. Daneben erzählte Fanese von den Anfängen des FachPflegeZentrums, als er 2014 die Idee für eine moderne und innovative Pflegeeinrichtung hatte und davon, wie aus einer Idee Wirklichkeit wurde.

Das FachPflegeZentrum Bergstraße wurde im Januar 2019 eröffnet und ist eine unabhängige vollstationäre Fachpflegeeinrichtung für Menschen ab dem 18. Lebensjahr mit angeschlossener Heimdialyse. Die Einrichtung gliedert sich in zwei Fachbereiche. Der erste Fachbereich ist für Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Erkrankungen - beispielsweise Wachkoma oder Multiple Sklerose. Der zweite Fachbereich versorgt Menschen mit Erkrankungen des Atemsystems, die beatmungspflichtig sind. Im Mittelpunkt des FachPflegeZentrums stehen ein innovatives Pflegekonzept, eine praxisorientierte Innenarchitektur sowie die konsequente Nutzung digitaler Hilfsmittel zur Entlastung der Pflegekräfte. Der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien, bedankte sich anschließend für die interessanten Einblicke und betonte, wie wichtig es ist, sich mit anderen Einrichtungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
11Feb2020

Die Starter-Tage als Teil einer offenen Unternehmenskultur

Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises begrüßen 36 neue Mitarbeiter

Bei den Starter-Tagen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises wurden diesmal 36 neue Mitarbeiter begrüßt.
Gesamtunternehmen - Dienstag, 11.02.2020
Um die neuen Mitarbeiter mit den Strukturen und Angeboten des Unternehmens vertraut zu machen und ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern, laden die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises alle neuen Mitarbeiter, zu den in vierteljährlichen Abständen stattfindenden „Starter-Tagen“ ein. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen, lernen die neuen Mitarbeiter dabei die Unternehmenskultur und Werte kennen und können sich über die Fort- und Weiterbildungsangebote im Unternehmen informieren. Bei den ersten Starter-Tagen in diesem Jahr, bekamen 36 neue Mitarbeiter ein sowohl spannendes, als auch informatives Programm geboten und erfuhren viel über ihren neuen Arbeitgeber. Geschäftsführer Dieter Bien hieß die neu eingestellten Mitarbeiter im Unternehmen willkommen und erklärte: „Die Starter-Tage sind ein Ausdruck unserer offenen Unternehmenskultur, einer Kultur der Wertschätzung und des Respekts.“

Im Mittelpunkt der Starter-Tage standen wieder Informationen zu den Leitsätzen, der Qualitätspolitik, den Führungsrichtlinien sowie dem Menschenbild des Unternehmens. Auch der Betriebsrat stellte sich vor. Betriebsratsvorsitzende Belinda Schmidt betonte, dass der Betriebsrat immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter hat. Bei einem Rundgang durch die Unternehmenszentrale, führte die Geschäftsbereichsleiterin Personal, Monika Zimpel, die neuen Mitarbeiter durch die Büros des Betriebsrats und der Personalabteilung und stellte die entsprechenden Ansprechpartner vor. Dazu erhielten die Teilnehmer der „Starter-Tage“ Informationen über das Angebote im Bereich des Gesundheitsmanagements, sowie der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung. Besonders anschaulich war dabei eine Brandschutzübung unter freiem Himmel, bei der die Mitarbeiter unter fachlicher Anleitung an einem Brandsimulator unterschiedliche Brandlöscher ausprobieren durften.

Die Alten- und Pflegezentren sind der größte Dienstleister im Bereich der stationären Altenpflege im Main-Kinzig-Kreis. Dank des flächendeckenden Netzwerkes von derzeit zwölf Pflegeeinrichtungen kann pflegebedürftigen Menschen eine wohnortnahe Pflege und Betreuung angeboten werden. Das Leistungsspektrum reicht von Serviceleistungen für überwiegend selbständige Senioren im Service Wohnen bis hin zur Pflege und Betreuung von schwerstpflegebedürftigen Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Vielfältige kulturelle Veranstaltungen und Beschäftigungsangebote sorgen für Abwechslung und fördern die sozialen Kontakte der Bewohner. Eine qualifizierte Ausbildung und kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen gewährleistet das Unternehmen durch sein eigenes Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege. Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern auch Angebote im Bereich des Gesundheitsmanagements und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
10Feb2020

Digitalisierung in der Pflege - Für ein Mehr an Lebensqualität

Main-Kinzig-Kreis fördert den Ausbau der digitalen Infrastruktur der Alten- und Pflegezentren des Kreises mit einem Zuschuss in Höhe von einer Millionen Euro

Gesamtunternehmen - Montag, 10.02.2020
Für die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises ist das Thema Digitalisierung von zentraler Bedeutung, sowohl im Hinblick auf das Wohl der Bewohner, als auch zur Entlastung des Pflegepersonals. Der letzte Woche bewilligte Zuschuss in Höhe von einer Millionen Euro, soll das Unternehmen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur unterstützen.

Ob Email, Skype, WhatsApp oder YouTube – für die meisten Menschen gehören die digitalen Kommunikations- und Unterhaltungsangebote zum Alltag – das gilt in zunehmendem Maße auch für die heutigen Senioren. „Für viele Senioren ist das Internet zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Sie möchten natürlich auch dann nicht darauf verzichten, wenn sie in eine Pflegeeinrichtung ziehen.“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren ist. Daneben könne der Einsatz von Digitaltechnik auch zu einer Entlastung des Pflegepersonals beitragen, unterstrich Simmler und ging auf die aktuellen Maßnahmen im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens ein.

Um dem veränderten Umgang der Bewohner mit den digitalen Medien gerecht zu werden und das Pflegepersonal durch den gezielten Einsatz von Digitaltechnik zu entlasten, soll sowohl in den bestehenden Einrichtungen, als auch in den in der Planung befindlichen Neubauten, die entsprechende digitale Infrastruktur geschaffen werden. Dazu gehören neue Netzwerkanschlüsse in den Bewohnerzimmern ebenso, wie ein flächendeckender WLAN-Zugang innerhalb der Einrichtungen. Letzteres ist insbesondere im Hinblick auf die Tablet-gestützte Pflegedokumentation sowie den Einsatz digitaler Pflegebetten notwendig – beides Maßnahmen, die eine deutliche Entlastung für das Pflegepersonal bedeuten.

„Eine erster großer Schritt in Richtung Digitalisierung, war die Anbindung der Einrichtungen an das schnelle Internet.“, erklärte der Geschäftsführer des kreiseigenen Unternehmens, Dieter Bien und fügte hinzu: „Da dies Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen wurde, steht nun die interne Vernetzung – insbesondere die Bereitstellung eines schnellen und funktionstüchtigen WLAN-Netzes im Fokus. Zusätzlich sollen auch jene Einrichtungen mit einem Glasfaseranschluss versehen werden, bei denen das bisher noch nicht erfolgt ist. „Wir wollen es den Bewohnern ermöglichen, die digitalen Angebote zu nutzen, die für sie interessant sind und ihren Alltag erleichtern – von der Kommunikation über Email bis hin zur Nutzung von Telemedizin“, so Bien.

Die Kosten für die geplanten Digitalisierungsmaßnahmen - so die Kalkulation der Geschäftsführung - werden bei insgesamt ca. sechs Millionen Euro liegen. Den größten Kostenanteil werden die Alten- und Pflegezentren aus ihrem eigenen Budget finanzieren - zusätzlich sollen Fördermitteln des Pflegepersonalstärkungsgesetzes verwendet werden. „Der vom Kreisausschuss bewilligte Zuschuss, ist eine große Unterstützung für unsere Bemühungen, um einen schnellen Ausbau unserer digitalen Infrastruktur.“, erklärte Bien nach Bekanntgabe der Entscheidung über die Bezuschussung.

Für Simmler und Bien ist ein adäquater Ausbau der WLAN-Struktur mit der Möglichkeit der Nutzung für jeden Bewohner in Zukunft unverzichtbar. „Da schon heute fast zwei Drittel der Seniorinnen und Senioren das Internet nutzen, sollte ein solches Angebot zukünftig in allen Pflegeeinrichtungen zum Standard gehören.“, so die Aufsichtsratsvorsitzende. Für die neu entstehenden Einrichtungen in Jossgrund und Wächtersbach, war die entsprechende digitale Infrastruktur, daher bereits seit Beginn der Planung ein zentrales Thema.
24Jan2020

Und wer pflegt morgen?

Auf der Suche nach Personal - Einsatz ausländischer Pflegekräfte versus Nutzung vorhandener Ressourcen

Gesamtunternehmen - Freitag, 24.01.2020
Dass die Sicherstellung der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in Anbetracht einer stark alternden Gesellschaft an sich schon eine große Herausforderung darstellt, zeigt nach Auffassung des Geschäftsführers der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, Dieter Bien (der auch Vorsitzender des Bundesverbandes kommunaler Senioren- und Behinderteneinrichtungen - kurz BKSB - ist), auch, dass die gesamte Branche vor einem Paradigmenwechsel steht. Dabei liegt der Fokus primär auf den Auswirkungen des demographischen Wandels, insbesondere der gravierenden Verschiebung der Altersstruktur sowie dem damit verbundenen Anstieg der Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland. Der Anteil älterer Menschen nimmt kontinuierlich zu. In zahlreichen ostdeutschen Kreisen ist bereits heute mehr als jeder vierte Einwohner älter als 65 Jahre. Die Lebenserwartung hat sich seit Ende des 19. Jahrhunderts mehr als verdoppelt. Insgesamt liegt der Anteil der über 60-jährigen bereits heute bei 31 % und wird bis 2050 auf über 40 % ansteigen. Dementsprechend wird sich auch die Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland von heute ca. 2,9 Mio. auf ca. 4,5 Mio. Pflegebedürftige im Jahr 2050 erhöhen. Diese Entwicklung, die gleichzeitig die Altenpflege als eine boomende Branche identifiziert, macht jedoch auch deutlich, welcher immense Personalbedarf in Zukunft auf die Pflege und Betreuung zukommen wird.

Der Zukunftssicherheit der Arbeitsplätze im Bereich der Altenpflege, stehen jedoch noch immer mehrere Faktoren gegenüber, die der Attraktivität dieser Arbeitsplätze entgegenwirken. „Vor lauter Kontroll- und Sparzwängen wurde in Deutschland versäumt, die Berufe in Pflege und Betreuung sowie deren Image, ja, die komplette Branche zukunftsorientiert auszurichten.“, erklärt Bien und fügt hinzu: „Selbst heute, wo viele der Probleme bekannt sind, werden vielfach nur immer neue Lösungsansätze diskutiert, anstatt aktiv Zukunft zu gestalten.“ Und wenn auf partei-, sozial- oder verbandspolitischer Ebene einmal Maßnahmen beschlossen werden, gehen diese dem einen zu weit und dem anderen nicht weit genug – oder bleiben im Dschungel der Selbstverwaltung auf der Strecke.

Ein Thema das in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert wird, ist der Einsatz ausländischer Pflegekräfte. In einer globalisierten Arbeitswelt ist Migration eine zunehmende Selbstverständlichkeit. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese nur durch eine kultursensible Integration erfolgreich sein kann und nicht zu einer fachlichen Ausblutung der Herkunftsländer führen darf. Zahlreiche Institutionen in der Altenpflege haben bisher noch keine gezielten Aktionen zur Anwerbung ausländischer Kräfte eingeleitet. Gleichwohl beobachten sie entsprechende Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt, die in vielen Fällen häufig jedoch nur mit erheblichem finanziellen Aufwand und äußerst geringen Erfolgsquoten verbunden sind. Darüber hinaus zeigen sich gerade in der Langzeitpflege (Altenpflege) oft erhebliche Barrieren in Sprache, Kultur und den unterschiedlichsten Qualifikationsniveaus.

„Konkret werden wir uns in den kommenden Monaten explizit damit beschäftigen, junge Menschen aus dem Ausland für die Ausbildung zu gewinnen und dabei Aspekte wie kulturelle Nähe und Sprachförderung zu priorisieren. Wir werden dabei aber auch die jungen Menschen selbst sowie die ausländischen Arbeitsmärkte und deren Eigenbedarfe für die Pflege im Auge behalten,“ erläutert Bien die Strategie des kommunalen Unternehmens um dem zunehmenden Personalmangel entgegen zu wirken. Die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises betreiben aktuell 12 Pflegeeinrichtungen – sowohl im städtischen, wie auch im ländlichen Raum – mit über 1.000 Mitarbeitern und über 1.000 Pflegeplätzen und betreuten Wohnungen. Darüber hinaus unterhält das Unternehmen noch ein Ausbildungsinstitut mit fast 300 Auszubildenden und weit über 1.000 Teilnehmer an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Der Fokus der Personalakquise wird aber auch künftig auf dem örtlichen und regionalen Arbeitsmarkt liegen. Dazu müssen sich die Pflegeeinrichtungen als Arbeitgeber attraktiver machen sowie gesundheits- und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen schaffen. Noch mehr gefordert sind allerdings die Politik sowie die Verbände der Selbstverwaltung. „Es ist unlängst bekannt,“ macht der Geschäftsführer abschließend deutlich, „dass in der Altenpflege deutlich mehr Personal, ein veränderter Personalmix, eine insgesamt bessere Bezahlung, eine andere Refinanzierungsform, ein besseres Image und eine gesamtgesellschaftliche Anerkennung der Aufgabe benötigt wird“. Dafür adäquate Lösungen zu finden ist aktuell ein Schwerpunktthema der Branche. Diese dann auch zu finanzieren, erscheint gegenwärtig allerdings kaum zu bewältigen, denn letztlich werden Milliarden benötigt um mehr Personal zu finanzieren und gleichfalls besser zu bezahlen sowie die stark zunehmende Zahl der betroffenen Menschen (Pflegebedürftige und Angehörige) finanziell zu entlasten.