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Alten- und Pflegezentren

Pressemitteilungen
Gesamtunternehmen

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unseren Veröffentlichungen...

24Mär2020

Telefonischer Beistand für pflegebedürftige Menschen

Alten- und Pflegezentren suchen Telefon-Paten für die Bewohner der Pflegeheime des Main-Kinzig-Kreises

Gesamtunternehmen - Dienstag, 24.03.2020
Das Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen, die Absage von Veranstaltungen wie von Gruppenangeboten, hinterlassen eine Lücke bei den sozialen Kontakten von pflegebedürftigen Menschen – so auch bei den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, sich zu seinen Sorgen und Gedanken austauschen zu können. „Die aktuelle Entwicklung um den Corona-Virus zwingt uns alle zu einschränkenden Maßnahmen, die erforderlich und richtig sind – jedoch nicht spurlos an den Bewohnern unserer Einrichtungen vorbei gehen,“ erklärte der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien und fügte hinzu: „Wir alle wissen, wie wichtig soziale Kontakte sind. Wir haben uns daher ein Angebot einfallen lassen, das unseren Bewohnern einen sozialen Austausch trotz des aktuellen Besuchsverbots ermöglicht.“

Getreu dem Motto des ehrenamtlichen Engagements bei dem Alten- und Pflegezentren „Mit Menschen für Menschen“ möchten das kreiseigenen Unternehmen den Bewohnern auch in Zeiten der Isolation einen Kontakt über die Einrichtungen hinaus ermöglichen und eine ortsunabhängigen „Telefonbetreuung“ anbieten. „Wir hoffen, dass wir auf diesem Weg Telefonpaten finden und damit zumindest ein wenig der Gefahr der Vereinsamung entgegenwirken können,“ so Bien weiter. Und so einfach funktioniert es: Für den Erstkontakt senden Interessierte bitte ihren vollständigen Namen, eine Telefonnummer, unter der Sie angerufen werden möchten sowie die Wunschzeiten Ihrer telefonischen Erreichbarkeit an die E-Mail-Adresse telefon-betreuung@apz-mkk.de oder melden diese Bereitschaft bei der CORONA-Hotline des Unternehmens unter der Telefonnummer 06184.2052 100. Das Unternehmen stellt den Kontakt zu den Bewohnern her, die einen Beistand wünschen und meldet sich zu den angegebenen Wunschzeiten. Wer darüber hinaus miteinander im Austausch bleiben möchte, kann dies gerne angeben.

Wichtig ist der Geschäftsführung auch, dass durch die zentralen Ansprechpartner und die Unterstützung in den Einrichtungen durch die Fach- und Leitungskräfte der sozialen Betreuung sowie die Betreuungskräfte, die Mitarbeiter in der Pflege nicht zusätzlich belastet werden. Das Angebot soll in dieser Zeit eine schöne Ergänzung in der Alltagsgestaltung für die Bewohner sein und dennoch nicht die ohnehin schon schwierige Arbeitssituation der Pflegekräfte zusätzlich belasten. „Dank der bestehenden Strukturen und der guten Arbeit in der sozialen Betreuung dürfte dies auch gelingen,“ so der Geschäftsführer abschließend.
17Mär2020

Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus in den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises

 

Gesamtunternehmen - Dienstag, 17.03.2020
Seit dem 15. März 2020 gilt für Seniorenheime und Altenpflegezentren im Main-Kinzig-Kreis ein generelles Besuchsverbot. Lediglich Angehörige von Bewohnern in palliativer Situation (Sterbebegleitung) sind davon ausgenommen. Zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bitten die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises diese Anordnung gemäß dem Infektionsschutzgesetz, die zunächst befristet ist bis zum 19. April 2020, strikt einzuhalten. Im Falle der bereits genannten Ausnahme, ist ein Besuch nur dann möglich, wenn der Besuch unvermeidbar und zuvor telefonisch oder per Email abgesprochen wurde, die Besucher keine Anzeichen einer Erkältung haben und sich in den letzten Wochen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Besucher müssen dazu vorab die CORONA – Hotline der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises unter der Telefonnummer 06184 – 2052 100 oder per Email unter corona@apz-mkk.de kontaktieren. Die Service-Nummer bzw. Email-Adresse ist täglich (auch an Wochenenden und Feiertagen) – vorerst bis zum 19. April 2020 jeweils von 6 bis 22 Uhr erreichbar. Die Mitarbeiter der CORONA-Hotline werden versuchen, den Anrufern so schnell wie möglich zu helfen bzw. ihre Fragen zu beantworten.

Weitere aktuelle Informationen sind auf der Webseite der Alten- und Pflegezentren unter www.apz-mkk.de verfügbar. Die Geschäftsleitung und die Einrichtungsleitungen der zwölf Einrichtungen des Main-Kinzig-Kreises bitten für die Maßnahmen um Verständnis. „Corona- und Influenza-Viren sind besonders für ältere Menschen eine große Gefahr. Daher benötigen Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen besonderen Schutz.“, so Geschäftsführer Dieter Bien. Zur Koordination der notwendigen Schutzmaßnahmen haben die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, einen Krisenstab berufen. Der Krisenstab stimmt sich täglich ab, um die Entwicklung der Epidemie fortlaufend zu beobachten und die notwendigen Maßnahmen zeitnah anzupassen. Jede Einrichtung der Alten- und Pflegezentren hat eine eigene Pandemiestrategie, in der die jeweiligen Zuständigkeiten, der Ablauf und das Vorgehen im Falle einer Pandemie, wie des Corona-Virus, beschrieben werden. Zusätzlich werden alle Mitarbeiter des Unternehmens mit aktuellen Informationen des Gesundheitsamts des Main-Kinzig-Kreises, des Robert-Koch-Instituts und des Gesundheitsministeriums versorgt.
12Mär2020

Zum Schutz der Bewohner – Jahresempfang der Alten- und Pflegezentren des MKK wird verschoben

 

Gesamtunternehmen - Donnerstag, 12.03.2020
Aus aktuellem Anlass findet der Jahresempfang der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises heute nicht statt. Landrat Thorsten Stolz und die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler informierten am 12. März in einer Pressekonferenz über den aktuellen Umgang im Landkreis mit öffentlichen Veranstaltungen. "Kritisch zu bewerten sind dabei Zusammenkünfte mit überwiegend älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen, da diese bei einer Erkrankung mit dem Corona-Virus besonders gefährdet seien." So wurde der Jahresempfang zum Schutz aller abgesagt. Der Jahresempfang und die Ehrungen im Rahmen der Verleihung der Waltraude-Heitzenröder-Medaille sollen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachgeholt werden.
06Mär2020

„Digitalisierung ist sehr hilfreich, aber eben kein Allheilmittel“

Herbert Fanese vom FachPflegeZentrum Bergstraße besucht die Alten- und Pflegezentren des MKK und referiert über Digitalisierung und Personalakquise

Sich auszutauschen und voneinander zu lernen – das stand im Mittelpunkt des Besuchs des Geschäftsführers des FachPflegeZentrums Bergstraße, Herbert Fanese (vorne vierter von rechts), bei den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises.
Gesamtunternehmen - Freitag, 06.03.2020
Ende letzten Jahres hatte die Unternehmensleitung der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, das FachPflegeZentrum Bergstraße in Lorsch besucht, um sich über die innovativen Konzepte und das Angebot der Pflegeeinrichtung zu informieren. Nun war der Geschäftsführer und Einrichtungsleiter des FachPflegeZentrums, Herbert Fanese, zu Besuch in der Unternehmenszentrale der Alten- und Pflegezentren und hat sich mit der Unternehmensleitung und den Einrichtungsleitungen der zwölf kreiseigenen Pflegeeinrichtungen über die Themen Digitalisierung und Personalakquise ausgetauscht. So berichtete Fanese von seinen Erfahrungen bei der Nutzung sozialer Netzwerke zur Personalgewinnung und welche digitalen Hilfsmittel im Pflegealltag sinnvoll sind. Dabei betonte er, dass digitale Hilfsmittel - richtig eingesetzt - zu einer Entlastung der Pflegekräfte beitragen können, aber eben kein Allheilmittel seien.

Besonders interessant fanden die Leitungskräfte der Alten- und Pflegezentren die von Fanese beschrieben Strategien zur Personalgewinnung. So bewirbt sich Fanese bei seinen potentiellen Mitarbeitern als „zukünftiger Chef“ und wirbt mit den Angeboten des Unternehmens und einem attraktiven Arbeitsumfeld. Um möglichst viele potentielle Bewerber zu erreichen, nutzt er neben den sozialen Netzwerken, auch einen Autoanhänger auf dem ein großes Werbeplakat angebracht ist. Diesen Plakat-Anhänger parkt er an stark frequentierten Orten und dort, wo er potentielle Bewerber vermutet. Mit dieser kreativen Strategie, konnte das FachPflegeZentrum bereits mehrere Mitarbeiter gewinnen. Daneben erzählte Fanese von den Anfängen des FachPflegeZentrums, als er 2014 die Idee für eine moderne und innovative Pflegeeinrichtung hatte und davon, wie aus einer Idee Wirklichkeit wurde.

Das FachPflegeZentrum Bergstraße wurde im Januar 2019 eröffnet und ist eine unabhängige vollstationäre Fachpflegeeinrichtung für Menschen ab dem 18. Lebensjahr mit angeschlossener Heimdialyse. Die Einrichtung gliedert sich in zwei Fachbereiche. Der erste Fachbereich ist für Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Erkrankungen - beispielsweise Wachkoma oder Multiple Sklerose. Der zweite Fachbereich versorgt Menschen mit Erkrankungen des Atemsystems, die beatmungspflichtig sind. Im Mittelpunkt des FachPflegeZentrums stehen ein innovatives Pflegekonzept, eine praxisorientierte Innenarchitektur sowie die konsequente Nutzung digitaler Hilfsmittel zur Entlastung der Pflegekräfte. Der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien, bedankte sich anschließend für die interessanten Einblicke und betonte, wie wichtig es ist, sich mit anderen Einrichtungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
11Feb2020

Die Starter-Tage als Teil einer offenen Unternehmenskultur

Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises begrüßen 36 neue Mitarbeiter

Bei den Starter-Tagen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises wurden diesmal 36 neue Mitarbeiter begrüßt.
Gesamtunternehmen - Dienstag, 11.02.2020
Um die neuen Mitarbeiter mit den Strukturen und Angeboten des Unternehmens vertraut zu machen und ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern, laden die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises alle neuen Mitarbeiter, zu den in vierteljährlichen Abständen stattfindenden „Starter-Tagen“ ein. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen, lernen die neuen Mitarbeiter dabei die Unternehmenskultur und Werte kennen und können sich über die Fort- und Weiterbildungsangebote im Unternehmen informieren. Bei den ersten Starter-Tagen in diesem Jahr, bekamen 36 neue Mitarbeiter ein sowohl spannendes, als auch informatives Programm geboten und erfuhren viel über ihren neuen Arbeitgeber. Geschäftsführer Dieter Bien hieß die neu eingestellten Mitarbeiter im Unternehmen willkommen und erklärte: „Die Starter-Tage sind ein Ausdruck unserer offenen Unternehmenskultur, einer Kultur der Wertschätzung und des Respekts.“

Im Mittelpunkt der Starter-Tage standen wieder Informationen zu den Leitsätzen, der Qualitätspolitik, den Führungsrichtlinien sowie dem Menschenbild des Unternehmens. Auch der Betriebsrat stellte sich vor. Betriebsratsvorsitzende Belinda Schmidt betonte, dass der Betriebsrat immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter hat. Bei einem Rundgang durch die Unternehmenszentrale, führte die Geschäftsbereichsleiterin Personal, Monika Zimpel, die neuen Mitarbeiter durch die Büros des Betriebsrats und der Personalabteilung und stellte die entsprechenden Ansprechpartner vor. Dazu erhielten die Teilnehmer der „Starter-Tage“ Informationen über das Angebote im Bereich des Gesundheitsmanagements, sowie der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung. Besonders anschaulich war dabei eine Brandschutzübung unter freiem Himmel, bei der die Mitarbeiter unter fachlicher Anleitung an einem Brandsimulator unterschiedliche Brandlöscher ausprobieren durften.

Die Alten- und Pflegezentren sind der größte Dienstleister im Bereich der stationären Altenpflege im Main-Kinzig-Kreis. Dank des flächendeckenden Netzwerkes von derzeit zwölf Pflegeeinrichtungen kann pflegebedürftigen Menschen eine wohnortnahe Pflege und Betreuung angeboten werden. Das Leistungsspektrum reicht von Serviceleistungen für überwiegend selbständige Senioren im Service Wohnen bis hin zur Pflege und Betreuung von schwerstpflegebedürftigen Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Vielfältige kulturelle Veranstaltungen und Beschäftigungsangebote sorgen für Abwechslung und fördern die sozialen Kontakte der Bewohner. Eine qualifizierte Ausbildung und kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen gewährleistet das Unternehmen durch sein eigenes Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege. Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern auch Angebote im Bereich des Gesundheitsmanagements und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
10Feb2020

Digitalisierung in der Pflege - Für ein Mehr an Lebensqualität

Main-Kinzig-Kreis fördert den Ausbau der digitalen Infrastruktur der Alten- und Pflegezentren des Kreises mit einem Zuschuss in Höhe von einer Millionen Euro

Gesamtunternehmen - Montag, 10.02.2020
Für die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises ist das Thema Digitalisierung von zentraler Bedeutung, sowohl im Hinblick auf das Wohl der Bewohner, als auch zur Entlastung des Pflegepersonals. Der letzte Woche bewilligte Zuschuss in Höhe von einer Millionen Euro, soll das Unternehmen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur unterstützen.

Ob Email, Skype, WhatsApp oder YouTube – für die meisten Menschen gehören die digitalen Kommunikations- und Unterhaltungsangebote zum Alltag – das gilt in zunehmendem Maße auch für die heutigen Senioren. „Für viele Senioren ist das Internet zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Sie möchten natürlich auch dann nicht darauf verzichten, wenn sie in eine Pflegeeinrichtung ziehen.“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren ist. Daneben könne der Einsatz von Digitaltechnik auch zu einer Entlastung des Pflegepersonals beitragen, unterstrich Simmler und ging auf die aktuellen Maßnahmen im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens ein.

Um dem veränderten Umgang der Bewohner mit den digitalen Medien gerecht zu werden und das Pflegepersonal durch den gezielten Einsatz von Digitaltechnik zu entlasten, soll sowohl in den bestehenden Einrichtungen, als auch in den in der Planung befindlichen Neubauten, die entsprechende digitale Infrastruktur geschaffen werden. Dazu gehören neue Netzwerkanschlüsse in den Bewohnerzimmern ebenso, wie ein flächendeckender WLAN-Zugang innerhalb der Einrichtungen. Letzteres ist insbesondere im Hinblick auf die Tablet-gestützte Pflegedokumentation sowie den Einsatz digitaler Pflegebetten notwendig – beides Maßnahmen, die eine deutliche Entlastung für das Pflegepersonal bedeuten.

„Eine erster großer Schritt in Richtung Digitalisierung, war die Anbindung der Einrichtungen an das schnelle Internet.“, erklärte der Geschäftsführer des kreiseigenen Unternehmens, Dieter Bien und fügte hinzu: „Da dies Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen wurde, steht nun die interne Vernetzung – insbesondere die Bereitstellung eines schnellen und funktionstüchtigen WLAN-Netzes im Fokus. Zusätzlich sollen auch jene Einrichtungen mit einem Glasfaseranschluss versehen werden, bei denen das bisher noch nicht erfolgt ist. „Wir wollen es den Bewohnern ermöglichen, die digitalen Angebote zu nutzen, die für sie interessant sind und ihren Alltag erleichtern – von der Kommunikation über Email bis hin zur Nutzung von Telemedizin“, so Bien.

Die Kosten für die geplanten Digitalisierungsmaßnahmen - so die Kalkulation der Geschäftsführung - werden bei insgesamt ca. sechs Millionen Euro liegen. Den größten Kostenanteil werden die Alten- und Pflegezentren aus ihrem eigenen Budget finanzieren - zusätzlich sollen Fördermitteln des Pflegepersonalstärkungsgesetzes verwendet werden. „Der vom Kreisausschuss bewilligte Zuschuss, ist eine große Unterstützung für unsere Bemühungen, um einen schnellen Ausbau unserer digitalen Infrastruktur.“, erklärte Bien nach Bekanntgabe der Entscheidung über die Bezuschussung.

Für Simmler und Bien ist ein adäquater Ausbau der WLAN-Struktur mit der Möglichkeit der Nutzung für jeden Bewohner in Zukunft unverzichtbar. „Da schon heute fast zwei Drittel der Seniorinnen und Senioren das Internet nutzen, sollte ein solches Angebot zukünftig in allen Pflegeeinrichtungen zum Standard gehören.“, so die Aufsichtsratsvorsitzende. Für die neu entstehenden Einrichtungen in Jossgrund und Wächtersbach, war die entsprechende digitale Infrastruktur, daher bereits seit Beginn der Planung ein zentrales Thema.
24Jan2020

Und wer pflegt morgen?

Auf der Suche nach Personal - Einsatz ausländischer Pflegekräfte versus Nutzung vorhandener Ressourcen

Gesamtunternehmen - Freitag, 24.01.2020
Dass die Sicherstellung der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in Anbetracht einer stark alternden Gesellschaft an sich schon eine große Herausforderung darstellt, zeigt nach Auffassung des Geschäftsführers der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, Dieter Bien (der auch Vorsitzender des Bundesverbandes kommunaler Senioren- und Behinderteneinrichtungen - kurz BKSB - ist), auch, dass die gesamte Branche vor einem Paradigmenwechsel steht. Dabei liegt der Fokus primär auf den Auswirkungen des demographischen Wandels, insbesondere der gravierenden Verschiebung der Altersstruktur sowie dem damit verbundenen Anstieg der Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland. Der Anteil älterer Menschen nimmt kontinuierlich zu. In zahlreichen ostdeutschen Kreisen ist bereits heute mehr als jeder vierte Einwohner älter als 65 Jahre. Die Lebenserwartung hat sich seit Ende des 19. Jahrhunderts mehr als verdoppelt. Insgesamt liegt der Anteil der über 60-jährigen bereits heute bei 31 % und wird bis 2050 auf über 40 % ansteigen. Dementsprechend wird sich auch die Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland von heute ca. 2,9 Mio. auf ca. 4,5 Mio. Pflegebedürftige im Jahr 2050 erhöhen. Diese Entwicklung, die gleichzeitig die Altenpflege als eine boomende Branche identifiziert, macht jedoch auch deutlich, welcher immense Personalbedarf in Zukunft auf die Pflege und Betreuung zukommen wird.

Der Zukunftssicherheit der Arbeitsplätze im Bereich der Altenpflege, stehen jedoch noch immer mehrere Faktoren gegenüber, die der Attraktivität dieser Arbeitsplätze entgegenwirken. „Vor lauter Kontroll- und Sparzwängen wurde in Deutschland versäumt, die Berufe in Pflege und Betreuung sowie deren Image, ja, die komplette Branche zukunftsorientiert auszurichten.“, erklärt Bien und fügt hinzu: „Selbst heute, wo viele der Probleme bekannt sind, werden vielfach nur immer neue Lösungsansätze diskutiert, anstatt aktiv Zukunft zu gestalten.“ Und wenn auf partei-, sozial- oder verbandspolitischer Ebene einmal Maßnahmen beschlossen werden, gehen diese dem einen zu weit und dem anderen nicht weit genug – oder bleiben im Dschungel der Selbstverwaltung auf der Strecke.

Ein Thema das in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert wird, ist der Einsatz ausländischer Pflegekräfte. In einer globalisierten Arbeitswelt ist Migration eine zunehmende Selbstverständlichkeit. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese nur durch eine kultursensible Integration erfolgreich sein kann und nicht zu einer fachlichen Ausblutung der Herkunftsländer führen darf. Zahlreiche Institutionen in der Altenpflege haben bisher noch keine gezielten Aktionen zur Anwerbung ausländischer Kräfte eingeleitet. Gleichwohl beobachten sie entsprechende Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt, die in vielen Fällen häufig jedoch nur mit erheblichem finanziellen Aufwand und äußerst geringen Erfolgsquoten verbunden sind. Darüber hinaus zeigen sich gerade in der Langzeitpflege (Altenpflege) oft erhebliche Barrieren in Sprache, Kultur und den unterschiedlichsten Qualifikationsniveaus.

„Konkret werden wir uns in den kommenden Monaten explizit damit beschäftigen, junge Menschen aus dem Ausland für die Ausbildung zu gewinnen und dabei Aspekte wie kulturelle Nähe und Sprachförderung zu priorisieren. Wir werden dabei aber auch die jungen Menschen selbst sowie die ausländischen Arbeitsmärkte und deren Eigenbedarfe für die Pflege im Auge behalten,“ erläutert Bien die Strategie des kommunalen Unternehmens um dem zunehmenden Personalmangel entgegen zu wirken. Die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises betreiben aktuell 12 Pflegeeinrichtungen – sowohl im städtischen, wie auch im ländlichen Raum – mit über 1.000 Mitarbeitern und über 1.000 Pflegeplätzen und betreuten Wohnungen. Darüber hinaus unterhält das Unternehmen noch ein Ausbildungsinstitut mit fast 300 Auszubildenden und weit über 1.000 Teilnehmer an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Der Fokus der Personalakquise wird aber auch künftig auf dem örtlichen und regionalen Arbeitsmarkt liegen. Dazu müssen sich die Pflegeeinrichtungen als Arbeitgeber attraktiver machen sowie gesundheits- und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen schaffen. Noch mehr gefordert sind allerdings die Politik sowie die Verbände der Selbstverwaltung. „Es ist unlängst bekannt,“ macht der Geschäftsführer abschließend deutlich, „dass in der Altenpflege deutlich mehr Personal, ein veränderter Personalmix, eine insgesamt bessere Bezahlung, eine andere Refinanzierungsform, ein besseres Image und eine gesamtgesellschaftliche Anerkennung der Aufgabe benötigt wird“. Dafür adäquate Lösungen zu finden ist aktuell ein Schwerpunktthema der Branche. Diese dann auch zu finanzieren, erscheint gegenwärtig allerdings kaum zu bewältigen, denn letztlich werden Milliarden benötigt um mehr Personal zu finanzieren und gleichfalls besser zu bezahlen sowie die stark zunehmende Zahl der betroffenen Menschen (Pflegebedürftige und Angehörige) finanziell zu entlasten.
13Jan2020

Mit mobilen Rampen aus LEGO-Steinen Barrieren überwinden

Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises beteiligen sich an Sammel-Aktion

Projekt-Koordinator Rainer Haselberger präsentiert einen Sammelbehälter im Rahmen der Aktion „Mobile LEGO-Rampen“.
Gesamtunternehmen - Montag, 13.01.2020
Im Rahmen der Aktion „Mobile LEGO-Rampen“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Stadt Hanau, stehen in den Eingangsbereichen der zwölf Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, Sammelbehälter für LEGO-Steine bereit. Gesammelt werden LEGO-Steine und LEGO-Bauplatten in allen Größen und Farben. Aus den gespendeten LEGO-Steinen werden später individuell angepasste mobile Rampen gebaut. Die mobilen LEGO-Rampen sollen überall dort zum Einsatz kommen sollen, wo ein solches Hilfsmittel, in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen den Zugang erleichtern kann. „Das Thema Barrierefreiheit ist für das soziale Miteinander von zentraler Bedeutung. Schließlich ist es die Voraussetzung dafür, dass auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“, so der Projekt-Koordinator der Alten- und Pflegezentren, Rainer Haselberger. Ein solches Projekt könne dazu beitragen, das Bewusstsein zu fördern, wie viel in diesem Bereich noch getan werden muss. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie im Internet unter www.menschen-in-hanau.de.
10Jan2020

Nostalgieperlen singen und musizieren für Senioren

Auftritt im Wohnstift Hanau und im Seniorenzentrum Biebergemünd

Angela Scochi (Ukulele und Gesang) und Christian Kerkhoff (Gesang und Rhythmus)
Gesamtunternehmen - Freitag, 10.01.2020
Eine Ukulele und zwei mitreißende Stimmen - das ist alles was die „Nostalgieperlen“ brauchen, um ihr Publikum auf eine musikalische Reise in die Zeit der Schlager mitzunehmen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Davon durften sich auch die Bewohner des Wohnstifts Hanau und des Seniorenzentrums Biebergemünd überzeugen, bei denen der Auftritt der beiden Gesangskünstler für Begeisterung sorgte. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur erleben“, unterhielten Angela Scochi (Gesang und Ukulele) und Christian Kerkhoff (Gesang und Rhythmus) ihr Publikum mit bekannten und beliebten Schlagern aus den 50er und 60er Jahren, darunter Titel wie „Zwei kleine Italiener“ oder „Liebeskummer lohnt sich nicht“. Die Gäste, darunter Bewohner, Angehörige und Ehrenamtliche, sangen bei vielen Liedern mit und ließen sich vom spritzigen und humorvollen Auftritt der beiden Künstler mitreißen.

Angela Scochi und Christian Kerkhoff sind professionelle Sänger und Musical-Darsteller, die unter anderem bei den Brüder-Grimm-Festspielen engagiert waren. Kein Wunder also, dass die Auftritte bei den Senioren so gut angekommen sind. Aber auch für die beiden Musiker waren die Konzerte ein ganz besonderes Erlebnis. „Es war sehr berührend, den Menschen in die Augen zu blicken. Es ist anders als ein großes Konzert – man ist einfach näher an den Menschen“, so Scochi. Beide Auftritte fanden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur erleben“ der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises statt. Die Veranstaltungsreihe ermöglicht es den in ihrer Mobilität häufig eingeschränkten Bewohnern der Pflegeeinrichtungen des Kreises, an kulturell hochwertigen Veranstaltungen teilzunehmen. Neben Konzerten werden auch andere kulturelle „Leckerbissen“ angeboten, wie Foto- und Kunstausstellungen sowie Lesungen und Theatervorführungen.
02Jan2020

Die Bilanz für das Jahr 2019 ist beachtlich

Susanne Simmler dankt den Pflegekräften für ihren unermüdlichen Einsatz

Gesamtunternehmen - Donnerstag, 02.01.2020
Die Bilanz für das Jahr 2019 der Alten- und Pflegzentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ) ist für die Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler beachtlich. Über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den 12 Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreis (APZ) rund 950 hilfe- und pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner versorgt. „Dafür stehen fast 1000 Pflegeplätze und 77 Wohnungen und Appartements für Service und Betreutes Wohnen zur Verfügung“, so Simmler. Die Erste Kreisbeigeordnete dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alten- und Pflegezentren, schloss in ihren Dank auch ausdrücklich die Pflegekräfte aller Einrichtungen im Main-Kinzig-Kreis mit ein. Sie hätten mit großem Engagement, hoher Kompetenz, viel Herzblut und Flexibilität zum Erhalt und zur Förderung der Lebensqualität von Menschen in einer außergewöhnlich schwierigen Lebenslage beigetragen. Zähle man alle Pflegestunden aller Pflegekräfte in allen Eirichtungen im Kreis zusammen, komme man auf fast 30 Millionen Stunden, in denen über 3500 Menschen versorgt wurden. Die Erste Kreisbeigeordnete: „Eine stolze Zahl.“

Simmler dankte auch den zahlreichen Ehrenamtlichen – in den Einrichtungen der APZ sind ca. 120 Ehrenamtliche aktiv –, die einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Betreuung der Bewohner leisten. Simmler: „Die Ehrenamtlichen tragen zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit vielen Ideen, großer Kreativität und hohem Engagement zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in den Einrichtungen bei.“

Mit der umfangreichen täglichen Versorgung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen ging in den APZ 2019 aber auch die infrastrukturelle Weiterentwicklung einher. Ein bauliches Großprojekt wurde in Hanau abgeschlossen. „Für die infrastrukturelle Weiterentwicklung des Wohnstifts in Hanau mit rund 250 Plätzen leistete der Main-Kinzig-Kreis mit 1,5 Millionen Euro im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms (KIP) einen wichtigen finanziellen Beitrag“, so Simmler. Dieser wurde zur Vergrößerung und Umgestaltung der Aufenthaltsräume auf allen Wohnbereichen und zur optischen Verschönerung aller Bereiche durch neue Tapetenformen sowie neue Lichtkörper verwendet. Vor allem wurden neue Balkone errichtet, die 2019 im Innenhof im Bereich der Brucknerstraße über alle sechs Etagen angebaut wurden. Auch eine energetische Sanierung der Außenfassade wurde vorgenommen. Und die ehemaligen Räume der Zentralverwaltung im Untergeschoss des Wohnstiftes wurden für eine Tagespflege ausgebaut, die nunmehr von einem Partner der Alten- und Pflegezentren betrieben wird und bis zu 34 Plätze beinhaltet.

Der bauliche Fokus richtet sich 2020 im Wohnstift noch auf die bessere Wegeanbindung des Gartens mit dem Blauen Saal und der Terrasse im 1. OG über einen Aufzug. Außerdem soll der Garten ein neues Ambiente erhalten.

Drei weitere Millionen Euro sind im Rahmen der Sanierungsoffensive des Kreises in die Einrichtungen in Gründau, Gelnhausen, Biebergemünd und Sinntal geflossen und haben dort zu umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen geführt, die 2019 abgeschlossen wurden. Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Altenzentrum Rodenbach wurden 2019 ebenfalls fortgesetzt. Das Haus C (Haus für Service Wohnen) hat unter anderem neue Fenster und eine neue Außenfassade erhalten.

Zwei neue Großprojekte für die Versorgung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in der stationären Altenpflege in Pfaffenhausen und Waldensberg sind mit der Unterzeichnung der Erbbaurechtsverträge mit den Bürgermeistern von Jossgrund und Wächtersbach gestartet worden. Ähnlich dem Modell der Senioren-Dependancen im Ronneburger Hügelland, sollen in Pfaffenhausen und Waldensberg je 36 Einzelzimmer in drei Hausgemeinschaften errichtet werden. In Pfaffenhausen, wo weitere 30 Tagespflegeplätze und eine Sozialstation angegliedert werden, wurde bereits der erste Spatenstich vorgenommen. „Damit“, so die Erste Kreisbeigeordnete und APZ-Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler, „werden wir unserer Verantwortung gerecht, dort neue Betreuungsplätze zu schaffen, wo dies notwendig ist.“ Anfang 2021 soll das „Haus Spessart“ in Pfaffenhausen seiner Bestimmung übergeben werden.

In dieser neuen Einrichtung wird auch eine neue Unternehmensphilosophie umgesetzt. „Zur Erleichterung der Arbeit des Pflegepersonals und für mehr Sicherheit und Komfort für die Bewohner wollen die Alten- und Pflegezentren Vorreiter bei der Nutzung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien sein,“ so Susanne Simmler. Mit Nils Kornherr, dem Referenten für Digitalisierung, sollen neue digitale Projekte initiiert werden. „Erfolgreich und bereits mit einer Auszeichnung versehen war bereits die Aktion, „Auszubildende als Digitalisierungsscouts“ fit zu machen. Und die Anschaffung eines neuen digitalen Pflegebettes entspricht ebenfalls dieser Philosophie. In Pfaffenhausen geht’s in der Gänze um das digitale Pflegeheim“.

Für Susanne Simmler ist die Hospiz- und Palliativversorgung ein Herzensanliegen, dokumentiert in den letzten Jahren in der Eröffnung der Palliativ-Oase im Wohnstift in Hanau, des Hospizes in Gelnhausen in den Räumen des Kreisruheheimes in Eigenregie bzw. durch finanzielle Unterstützung des Kreises, aber auch durch Optimierung der Kooperation mit den ehrenamtlichen Hospizbegleitern der Arbeitsgemeinschaft Hospiz und Intensivierung der Netzwerkarbeit bzw. der Integration in die Netzwerke von Hospiz- und Palliativversorgung und dem Startschuss für den Aufbau einer flächendeckenden Palliativversorgung, wozu auch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Förderverein Palliative Patienten-Hilfe e.V. Hanau und den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ) diente und die Etablierung eines unabhängiges Expertenteam aus drei ausgebildeten und erfahrenen Palliativ-Care-Fachkräften ermöglichte. Damit die palliative Versorgung in den stationären Pflegeeinrichtungen, vor allem auch in den Alten- und Pflegezentren, ausgebaut werden kann, stand der Schwerpunkt 2019 in der Weiterbildung von Pflegefachkräften, wozu der Kreis 150.000 Euro für die Weiterbildung von insgesamt 42 dieser Pflegefachkräfte zur Verfügung gestellt hat. „Dem Ziel sind wir 2019 durch die Qualifizierung von 17 weiteren Pflegefachkräften, davon 13 für die APZ, deutlich näher gekommen sind“, so Simmler. Ein Jahr zuvor waren bereits 15 Pflegefachkräfte weitergebildet worden.

„Große Beachtung findet auch das Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege (AFI), das neben zahlreichen Fort- und Weiterbildungsangeboten vor allem auch in der Ausbildung umfassende Kenntnisse in der Altenpflege vermittelt“, so Geschäftsführer Dieter Bien. Und dies nicht nur für die Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Kreises, sondern auch für andere Pflegeinrichtungen. Im Jahre 2019 haben insgesamt 49 Altenpflegerinnen und Altenpfleger – einige davon in verkürzter Form - sowie 48 Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfer die Ausbildung mit einem staatlichen Examen am Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege in Rodenbach abgeschlossen. „Aktuell werden 259 Azubis, davon 118 als Altenpfleger und 141 als Altenpflegehelfer ausgebildet“, so Monika Bernd, die Institutsleiterin für den Geschäftsbereich Ausbildung. In Jahr 2019 begann ein Kurs zum Modellprojekt des Landes „Pflege in Hessen“ in Kooperation mit der Eugen-Kaiser-Schule. Diese speziell konzipierte Altenpflegehilfeausbildung richtet sich an Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund ohne Hauptschulabschluss.

Deutliche Akzente wurden auch auf die Weiterbildung von Praxisanleitern und die Fortbildung von pädagogischen Fachkräften für die hessischen Altenpflegeschulen sowie die Mediatoren gelegt. „Insgesamt haben wir auch 22 Inhouse-Schulungen in Kooperationseinrichtungen durchgeführt“, so Sonja Jahn, Institutsleiterin des Geschäftsbereichs Fort- und Weiterbildung. Dabei sollen umfangreiche Werbemaßnahmen in den Schulen, auf Messen und darüber hinaus die jungen Menschen für die Pflegeberufe interessieren. So spielen auch der Profi-Basketballspieler Till-Joscha Jönke und der Spitzen-Leichtathlet Julian Reus im neuen Werbevideo der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises eine bedeutende Rolle in der Werbung für die Pflegeberufe..

Zur Begrüßung der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die APZ-Verantwortlichen 2019 erstmals „die Starter-Tage“ ins Leben gerufen. „An zwei aufeinanderfolgenden Tagen lernen die neuen Mitarbeiter die Unternehmenskultur und Werte kennen und können sich über die Fort- und Weiterbildungsangebote im Unternehmen informieren“, so Geschäftsführer Dieter Bien. Daneben werden auch die Betriebsjubilare geehrt und Auszeichnungen beim betrieblichen Ideenmanagement oder für erfolgreiche Fort- und Weiterbildungen vorgenommen.

Qualität wird laut Geschäftsführer Dieter Bien in den Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren groß geschrieben. Um dem hohen Qualitätsanspruch weiterhin gerecht zu werden, wurden 2019 in den Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren die Voraussetzungen für den neuen Pflege-TÜV geschaffen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfänglich über das neue Prüfsystem, die Qualitätskriterien und die Kontrollinstanzen (MDK) informiert. Bis Ende 2020 muss jede Pflegeeinrichtung nach den neuen Kriterien überprüft worden sein.

Eine Initiative zur Unterstützung von Angestellten, die sich neben ihrer Berufstätigkeit um die Pflege von Angehörigen kümmern, ist die hessische Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf Gemeinsam mit 36 weiteren neuen Mitgliedern wurden die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises vom Hessischen Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, im Netzwerk der Charta willkommen geheißen. Insgesamt 254 Unternehmen mit weit über 300.000 Beschäftigten sind der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege nunmehr beigetreten.

„Die Alten- und Pflegezentren können optimistisch in die Zukunft blicken“, so die Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler und Geschäftsführer Dieter Bien, weil vor allem die Infrastruktur weiter verbessert wird und die Angebote entsprechend den Erfordernissen weiter erhöht werden, wenn nötig auch mit Kooperationspartnern. Im Fokus der nächsten Jahre stehen dabei die neuen Dependancen, die in Jossgrund-Pfaffenhausen, in Wächtersbach-Waldensberg und ab 2023 auch in Nidderau-Eichen in enger Kooperation mit der Kommune entstehen sollen. Natürlich wird auch dem neuen Pflege-TÜV gerade 2020 eine wichtige Rolle im Pflegealltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukommen. Und auch die Palliativ-Versorgung soll weiter optimiert werden.
18Dez2019

Dinnerzauber mit Christian Dux – ein Abend voller Magie

Ehrenamtsabend der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises

Zauberer Christian Dux verblüfft seine Zuschauer
Gesamtunternehmen - Mittwoch, 18.12.2019
Um den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz zu danken und ihr Engagement zu würdigen, findet jedes Jahr im Dezember der Ehrenamtsabend der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises statt. Diesmal wurden die Ehrenamtlichen ins Wohnstift Hanau zum Dinnerzauber mit Christian Dux eingeladen - einer Zaubershow begleitet von einem exquisiten 3-Gänge-Menü. Mit einem Sektempfang im Blauen Saal des Wohnstifts Hanau, wurden die Gäste vom Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien und der Koordinatorin für das Ehrenamt, Agnes, begrüßt und nahmen an den festlich geschmückten Tischen Platz. Was die Ehrenamtlichen anschließend geboten bekamen, war ein Abend voller Magie und Unterhaltung. Schon kurz nachdem der Illusionist und Entertainer Christian Dux den Saal betreten hatte, kamen die Gäste nicht mehr aus dem Lachen und Staunen heraus.

Mit viel Wortwitz führte Dux seine Zuschauer in die Welt der Zauberkunst ein und überraschte sie mit schier unglaublichen Illusionen - darunter ein schwebender Tisch, ein magisches Seil und viele andere verblüffende Tricks. Zwischen den Zaubereinlagen genossen die Ehrenamtlichen ihr 3-Gänge-Menü und unterhielten sich mit den anderen Gästen. Ein Thema an vielen Tischen, waren die Zaubertricks von Dux. So rätselten die Gäste darüber, mit welchen Tricks der Zauberkünstler so perfekte Illusionen zustande bringen konnte. Neben dem Geschäftsführer und der Ehrenamtskoordinatorin, waren auch zahlreiche Einrichtungsleitungen zum Ehrenamtsabend gekommen, um ihrerseits das Engagement der Ehrenamtlichen zu würdigen. Und so wurde der Ehrenamtsabend auch dazu genutzt, um sich abseits des Alltags in der Pflegeeinrichtung, privat auszutauschen und sich besser kennenzulernen.

Mehr als 120 Ehrenamtliche sind in den zwölf Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises tätig und bereichern mit ihrem Engagement den Alltag der Bewohner. Ihre Aufgabenbereiche variieren von der Einzelbetreuung, über das Angebot von Gruppenaktivitäten bis hin zur Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Festen und anderen Veranstaltungen. Die Ehrenamtlichen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Lebensqualität der Bewohner. So ist ein breit aufgestelltes Angebot im Bereich der sozialen Betreuung ohne ihre Unterstützung kaum vorstellbar. Da viele ehrenamtlich Engagierte aus der näheren Umgebung kommen, sind sie zudem ein wichtiges Bindeglied zwischen der Pflegeeinrichtung und ihrer jeweiligen Gemeinde oder des Stadtteils. Sie unterstützen somit auch die Integration der Einrichtung und deren Bewohner in das soziale Umfeld.

Im Anschluss an den Dinnerzauber, fand eine Lesung des Krimi-Autors Gerhard Krieg statt. Seine Krimi-Reihe „Kommissar Falkan“ handelt vom pensionierten Frankfurter Kommissar Kurt Falkan, der nach seinem Umzug nach Altenhaßlau, eine Privatdetektei gründet und viele spannende Fälle in und um Altenhaßlau löst. Selbst aus Altenhaßlau, hat Gerhard Krieg inzwischen 14 Bücher veröffentlicht. Im Rahmen einer einjährigen Lese-Tour durch die Alten- und Pflegezentren, liest er derzeit auch den Bewohnern in den Pflegeeinrichtungen des Kreises vor. Der nächste Termin findet am Freitag, den 17. Januar 2020 um 16:00 Uhr im Wohnstift Hanau, statt. So war Krieg nicht nur als Schriftsteller zum Ehrenamtsabend eingeladen, sondern auch um ihm für sein Engagement zu danken. Bei den anderen Ehrenamtlichen, kam die Lesung so gut an, dass der Autor sogar um eine „Zugabe“ gebeten wurde und so insgesamt aus drei seiner Bücher vorlas.
16Dez2019

Weihnachtsspende statt Präsente - Kreiswerke Main-Kinzig unterstützen regionale Institutionen mit 2.500 Euro

Expertenteam Palliative Pflege bedankt sich für großzügige Spende

Stephan Hemberger (Einrichtungsleiter Wohnstift Hanau), Silvia Fuß (Teamleiterin EPP-Team), Bernd Schneider (Geschäftsführer Kreiswerke Main-Kinzig), Ellen Sauer und Heike Heil (LaLeLu e. V.)
Gesamtunternehmen - Montag, 16.12.2019
Die Kreiswerken Main-Kinzig verzichten zur Weihnachtszeit traditionell auf Geschenke für ihre Geschäftspartner. Stattdessen unterstützt der regionale Versorger gemeinnützige Einrichtungen oder soziale Projekte mit einer Spende. Zum Jahresende übergab das Unternehmen jeweils 1.250 Euro an das „Expertenteam Palliative Pflege (EPP-Team)“ am Wohnstift Hanau und den Verein LaLeLu aus Bruchköbel-Rossdorf. Kreiswerke-Geschäftsführer Bernd Schneider hatte in diesen Tagen die Vertreter beider Institutionen eingeladen und den symbolischen Spendenscheck überreicht.

Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich in der Region mit viel Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen. Dass sie sich für die Gesellschaft einbringen, ist für sie ganz selbstverständlich: einfach Ehrensache! Für Bernd Schneider, den Geschäftsführer der Kreiswerke Main-Kinzig, ist es ebenso Ehrensache, lokale Einrichtungen zu unterstützen, die von diesem außerordentlichen Engagement leben. In diesem Jahr hat sich der Energieversorger für zwei emotional besonders geforderte Einrichtungen entschieden: das „Expertenteam Palliative Pflege (EPP-Team)“ am Wohnstift Hanau und LaLeLu e. V. aus Bruchköbel-Rossdorf. Emotional deshalb, weil die Menschen in beiden Einrichtungen professionell und mit sehr viel Herz und Mitgefühl schwerst kranke, sterbende Menschen – sogar Kinder - und deren Angehörige begleiten. „Gerade zum Jahreswechsel wollen wir an die Menschen denken, deren Lebensumstände sie an einen Punkt geführt haben, an dem sie aufgefangen und begleitet werden müssen“, betont der Geschäftsführer der Kreiswerke bei der Spendenübergabe.

Seit 2010 ist LaLeLu als gemeinnütziger Verein tätig, der sehr liebevoll Familien mit unheilbar kranken und verstorbenen Kindern begleitet. Hier sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter tätig, die eine strukturierte und qualifizierte Ausbildung in der Krisen-, Sterbe- und Trauerbegleitung durchlaufen haben. Mit ihrer Präsenz und allem voran ihrem Mitgefühl stehen sie den kranken Kindern mitsamt deren Geschwisterkindern und den Eltern zur Seite. „Die Geschwisterbegleitung hat einen sehr großen Stellenwert bei uns. Die Geschwister aus dem Alltag heraus zu holen, etwas Schönes zu unternehmen, Ansprechpartner für ihre Sorgen und Ängste zu sein, ist uns wichtig“, erklärt Heike Heil, Vorstandsvorsitzende des LaLeLu e. V. Mit der Spende möchte der Verein gerne die Jugendgruppe in seinem „Begegnungsgarten“ unterstützen. Vor knapp zwei Jahren hat LaLeLu ein großes Gartengrundstück in Bruchköbel-Niederissigheim gepachtet. Hier wurde gemeinsam mit den betroffenen Familien ein Bereich für die verstorbenen Kinder eingerichtet – der Erinnerungsgarten. Auf dem Grundstück gibt es Nestschaukeln sowie Hängematten und einen Bachlauf, der zu einem Teich führt. Eines von vielen anstehenden Projekten dort ist ein behindertengerechter Sinnespfad. Einmal im Monat treffen sich die Familien im Begegnungsgarten. Hierzu sind immer auch Menschen eingeladen, die Interesse an der Arbeit des Vereins haben.
„Die letzte Phase im Leben eines Menschen ist eine einmalige“, weiß Silvia Fuß vom Expertenteam Palliative Pflege (EPPH-Team) am Wohnstift Hanau. Die Würde des Menschen zu schützen und zu achten, gilt in allen Lebensphasen - auch für den Sterbeprozess als letzten Teil des Lebens. Um diesem Prinzip gerecht zu werden, wurde im Jahr 2017 eine Kooperation zwischen dem Verein Palliative Patientenhilfe Hanau e.V. und den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises geschlossen und das Expertenteam Palliative Pflege (EPP-Team) geschaffen. Mitglieder des EPP-Teams stehen sterbenden Menschen, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal in der letzten Lebensphase zur Seite. Dabei fungiert das Team als Schnittstelle zwischen Pflegepersonal, behandelnden Ärzten und allen am Versorgungsprozess beteiligten Personen. „So kann eine 24-stündige ärztliche Rufbereitschaft sichergestellt werden“, ergänzt Fuß. Im Rahmen der Palliativversorgung werden die Menschen als Gäste ganzheitlich versorgt. Konkret heißt das, dass die Sterbenden würdevoll mit ihren physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Belangen begleitet werden. Um bis zu dreizehn Gäste, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, und deren Familien kümmert sich das Personal mit sehr viel Wärme und Mitgefühl. Mit dem Spendengeld will das Palliativteam sein Angebot mit verschiedenen Maßnahmen auf weitere Pflegeeinrichtungen des Kreises ausweiten.

Bernd Schneider sei durchaus bewusst, dass während der Zeit des Abschiednehmens und der Trauer Geld keine Rolle spiele. „Aber wir können einfach jemandem eine kleine Freude bereiten, mit einer kleinen Aufmerksamkeit helfen. Und wir bringen damit unsere aufrichtige Wertschätzung für die Leistung der begleitenden Personen zum Ausdruck“, erklärt er die Beweggründe für die Weihnachtsspende.
09Dez2019

Lob und Anerkennung für den Einsatz von Ute Pfaff-Hamann

Geschäftsführer der APZ-MKK Dieter Bien bedankt sich für gute Zusammenarbeit

(Von links) Geschäftsführer Dieter Bien, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Ute Pfaff-Hamann und Marketing-Koordinatorin Tanya Yagci.
Gesamtunternehmen - Montag, 09.12.2019
Inmitten des feierlichen und stimmungsvollen Ambientes des Weihnachtsmarktes des Altenzentrums Rodenbach, hat sich der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK), Dieter Bien, bei der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises, Ute Pfaff-Hamann, für die jahrelange gute Zusammenarbeit bedankt. Pfaff-Hamann koordiniert seit 2007 das Bündnis für Familien, dem auch die APZ-MKK angehören. Ziel des Bündnisses ist es, den Main-Kinzig-Kreis, unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Kräfte, noch familienfreundlicher zu machen. Nach 12 Jahren erfolgreicher Bündnisarbeit, geht Pfaff-Hamann im März nächsten Jahres in den Ruhestand.

„Als Koordinatorin des Bündnisses für Familien, ist es Frau Pfaff-Hamann immer bestens gelungen, aktuelle und wichtige Themen in den Arbeitskreis einzubringen. Sie hat dabei immer auch die Ideen und Vorschläge der Mitgliedsunternehmen berücksichtigt und das Netzwerk so entscheidend vorangebracht – immer mit dem Ziel den Main-Kinzig-Kreis noch attraktiver für Familien zu machen“, so Bien. Dem stimmte auch die Marketing-Koordinatorin Tanya Yagci zu, die für die APZ-MKK regelmäßig an den Treffen des Bündnisses teilnimmt. Zum Dank überreichte ihr Bien anschließend ein Präsent und erklärte: „Es freut uns besonders, dass Sie das Altenzentrum Rodenbach zukünftig als Ehrenamtliche unterstützen möchten. Auch dafür möchten wir uns bei Ihnen bedanken!“.
29Nov2019

Altenzentrum Rodenbach nutzt ein digitales Pflegebett

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler: „Eine Erleichterung für das Pflegepersonal sowie mehr Sicherheit und Komfort für die Bewohner“

Über das neue digitale Pflegebett freuen sich mit der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (Mitte) und dem Geschäftsführer Dieter Bien (rechts), Myriam Dehne, Christina Müller und Nils Kornherr (von links nach rechts).
Gesamtunternehmen - Freitag, 29.11.2019
Erfreut zeigte sich die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, dass im Altenzentrum Rodenbach im Bereich der Pflegehilfsmittel die digitale Innovation Einzug gehalten hat. Das Altenzentrum Rodenbach nutzt als erste Einrichtung ein neuartiges digitales Pflegebett. Das neue Bett erleichtert die Arbeit des Pflegepersonals und bedeutet mehr Sicherheit und Komfort für die Bewohner, so ist sich Simmler sicher.

Das digitale Bett wird im Wohnbereich 5 (Junge Pflege) bei Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Schädel-Hirn-Trauma eingesetzt. Im Beisein der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler, des Geschäftsführers Dieter Bien, der Einrichtungsleiterin Myriam Dehne und der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Christina Müller, zugleich auch Leiterin des Wohnbereich 5 (Junge Pflege), erläuterte Nils Kornherr, Referent für Digitales, die Vorteile des neuen Pflegebetts vor. Dabei wies er daraufhin, dass „im Laufe der letzten Jahre deutschlandweit mehrere Pilotprojekte abgeschlossen wurden und intelligente Pflegebetten nunmehr technisch ausgereift sind, um in der Praxis eingesetzt zu werden. Dabei ist der Bereich der Sensortechnik im Bereich der Pflegebetten als besondere innovative Weiterentwicklung“.

„So erkennen beim neuen Pflegebett Wiegesensoren eine Aufstehabsicht eines Bewohners und senden vor dem Verlassen des Bettes ein Rufsignal an die Pflegekräfte“, erläuterten die Einrichtungsleiterin Myriam Dehne und die Fachbereichsleiterin im WB 5, Christina Müller, die sich erfreut darüber zeigten, dass das Altenzentrum mit dem ersten neuen digitalen Pflegebett ausgestattet wurde. Müller: „Dadurch können beispielsweise Stürze durch die Pflegekraft verhindert werden.“ Und auch wenn es doch einmal zum Sturz eines Bewohners kommen sollte, wird die Pflegekraft sofort informiert und kann schnell reagieren. Die Daten können über ein Tablett am Bett gespeichert werden. Insgesamt erfreuen sich die Fachkräfte laut Dehne an einer einfachen, intuitiven Bedienung des übersichtlichen LCD Touchcreens, wobei auf verschachtelte Menüs und Beschreibungen verzichtet wurde. Die weitere Nutzung der Sensorik bei der Erfassung weiterer Vitalparameter wie Herzfrequenz, Blutdruck oder Körpertemperatur ist übrigens eine weitere zukünftige Option.

Drei Assistentenz-Systeme am Bett sorgen für schnelle Information der Pflegekräfte und gewährleisten eine sichere Lagerung für den Bewohner. Der Bremsassistent signalisiert, wenn die Bremse nach einem Pflege- oder Reinigungsvorgang nicht wieder festgestellt wurde. Der Assistent für die Höhe des Bettes verständigt das Personal, wenn die eigespeicherte Betthöhe verändert wird. Und der Seitensicherungs-Assistent meldet den Pflegekräften, wenn die Bettensicherung bewusst oder unbewusst deaktiviert wurde.

Für die Bewohner bedeutet der Einsatz des neuen Pflegbettes somit ein Plus an Sicherheit und vor allem auch Komfort. Durch die Übersichtlichkeit der technischen Ausstattung, einer ergonomischen Formgebung und durch ein beleuchtetes Bedienfeld wird der Bewohner in seiner Eigenständigkeit unterstützt. Die in die Bettseite integrierte ausziehbare Mobilisationshilfe für den Aufstehverlauf ist mit einer Funktionstaste zur Bett-Höherverstellung ausgestattet, wodurch der Bewohner mit geringem Aufwand eigenständig aufstehen kann. Im Übrigen bedeutet diese Aufstehmöglichkeit auch eine Entlastung des Pflegepersonals, weil die eigenen Hebekräfte geschont werden.

Geschäftsführer Dieter Bien betonte, dass die neuen Pflegebetten in allen Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren nach und nach angeschafft werden sollen. Geschäftsführer Bien: „Immer wenn ein Bett „abgängig“ bzw. veraltet ist und erneuert werden muss, wird ein solches digitales Pflegebett angeschafft, wobei wir darauf achten, dass immer die neuesten digitalen Erkenntnisse einfließen.“ So wird die im Bau befindliche Einrichtung in Jossgrund-Pfaffenhausen komplett mit den neuesten digitalen Pflegebetten ausgestattet werden.
28Nov2019

Alten- und Pflegezentren des MKK begrüßen neue Mitarbeiter

Starter-Tage und Abend der Jubilare als Teil einer offenen Unternehmenskultur

Bei den Starter-Tagen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises wurden 40 neue Mitarbeiter begrüßt und 11 Jubilare geehrt.
Gesamtunternehmen - Donnerstag, 28.11.2019
Bei den „Starter-Tagen“ der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises wurden diesmal 40 neue Mitarbeiter begrüßt und bekamen ein spannendes und informatives Programm geboten. Zur Eröffnung der zweitägigen Veranstaltung, hieß Geschäftsführer Dieter Bien, die neu eingestellten Mitarbeiter im Unternehmen willkommen und erklärte: „Die Starter-Tage sind ein Ausdruck unserer offenen Unternehmenskultur, einer Kultur der Wertschätzung und des Respekts.“ Um die neuen Mitarbeiter mit den Strukturen und Angeboten des Unternehmens vertraut zu machen und ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern, werden alle neuen Mitarbeiter zu den in vierteljährlichen Abständen stattfindenden Starter-Tagen eingeladen. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen, lernen die neuen Mitarbeiter die Unternehmenskultur und Werte kennen und können sich über die Fort- und Weiterbildungsangebote im Unternehmen informieren.

Im Mittelpunkt der Starter-Tage standen wieder Informationen zu den Leitsätzen, der Qualitätspolitik, den Führungsrichtlinien sowie dem Menschenbild des Unternehmens. Auch der Betriebsrat stellte sich vor. Betriebsratsvorsitzende Belinda Schmidt betonte, dass der Betriebsrat immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter hat. Bei einem Rundgang durch die Unternehmenszentrale, führte die Geschäftsbereichsleiterin Personal, Monika Zimpel, die neuen Mitarbeiter durch die Büros des Betriebsrats und der Personalabteilung und stellte die entsprechenden Ansprechpartner vor. Dazu erhielten die Teilnehmer der „Starter-Tage“ Informationen über das Angebote im Bereich des Gesundheitsmanagements, sowie der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung. Besonders anschaulich war dabei eine Brandschutzübung unter freiem Himmel, bei der die Mitarbeiter unter fachlicher Anleitung an einem Brandsimulator unterschiedliche Brandlöscher ausprobieren durften.

Am zweiten Tag der Starter-Tage fand der Abend der Jubilare statt. Elf Mitarbeiter, mit Betriebsjubiläen zwischen 10 und 40 Jahren, wurden für ihren langjährigen Einsatz geehrt. Gemeinsam mit dem Betriebsrat überreichte ihnen der Geschäftsbereichsleiter Altenhilfe, Robert Steingrübner, eine Urkunde und einen Blumenstrauß und bedankte sich bei ihnen für ihr Engagement und ihre Tatkraft. Beim anschließenden Abendessen wurde viel erzählt und noch mehr gelacht. Die Jubilare: Wohnstift Hanau - Nadine Roth (10 Jahre), Rita Dietz (10 Jahre), Edith Schmoeger (40 Jahre), Andreas Sopp (20 Jahre), Altenzentrum Rodenbach - Annette Weinrich (20 Jahre), Unternehmenszentrale - Daniel Gericke (10 Jahre), Rainer Haselberger (10 Jahre), Gudula Spahn (30 Jahre), Unternehmenszentrale Pool - Ursula Hög (20 Jahre), Annemarie Seifert (20 Jahre), Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege - Karin Christa Ickes (10 Jahre).

Die Alten- und Pflegezentren sind der größte Dienstleister im Bereich der stationären Altenpflege im Main-Kinzig-Kreis. Dank des flächendeckenden Netzwerkes von derzeit zwölf Pflegeeinrichtungen kann pflegebedürftigen Menschen eine wohnortnahe Pflege und Betreuung angeboten werden. Das Leistungsspektrum reicht von Serviceleistungen für überwiegend selbständige Senioren im Service Wohnen bis hin zur Pflege und Betreuung von schwerstpflegebedürftigen Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Vielfältige kulturelle Veranstaltungen und Beschäftigungsangebote sorgen für Abwechslung und fördern die sozialen Kontakte der Bewohner. Eine qualifizierte Ausbildung und kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen gewährleistet das Unternehmen durch sein eigenes Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege. Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern auch Angebote im Bereich des Gesundheitsmanagements und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
29Okt2019

Erster Spatenstich für Seniorendependance „Haus Spessart“

Brachfläche im Jossgrunder Ortsteil Pfaffenhausen wird zum Vorzeigeort

Gut gelaunt griffen Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Sechste von links), Dieter Bien, Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (Fünfter von links) und Bürgermeister Rainer Schreiber (Siebter von links) zusammen mit weiteren Gästen zum Spaten, um das Bauprojekt Seniorendependance „Haus Spessart“ in Pfaffenhausen offiziell zu beginnen.
Gesamtunternehmen - Dienstag, 29.10.2019
Die Bauarbeiten für die Seniorendependance „Haus Spessart“ im Jossgrunder Ortsteil Pfaffenhausen können beginnen. Dafür griffen Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Bürgermeister Rainer Schreiber und Dieter Bien, Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren (APZ) des Main-Kinzig-Kreises, zum Spaten, um die erste Fuhre Sand auf der Baustelle zu bewegen.

„Das ist ein sehr guter Tag für Pfaffenhausen“, sagte Susanne Simmler zu den zahlreichen Gästen auf der Baustelle im Herzen des 1000 Einwohner zählenden Erholungsortes. Denn mit dem Bau der Seniorendependance werde eine Lücke in der regionalen Daseinsfürsorge für den Bereich Flörsbachtal und Jossgrund geschlossen. Das „Haus Spessart“ werde ein Ort sein, an dem alte Menschen nicht einfach „untergebracht“ werden, sondern an dem sie sich zu Hause fühlen können. „Alte Bäume verpflanzt man nicht“, sagte die Sozialdezernentin und sprach von der Verantwortung für eine regionale Sorgekultur. So sei es folgerichtig, Pflegeplätze dort anzubieten, wo die künftigen Bewohner vielleicht schon ihr gesamtes Leben verbracht haben. Wo Familien und Freunde leben und wo es sich vertraut anfühlt. So könne es gelingen, die letzte Phase im Leben eines Menschen würdevoll und lebenswert zu gestalten.

Sechs Millionen Euro fließen in den Bau der Pflegeeinrichtung und eine Million Euro in den Bereich Tagespflege und Sozialstation. Susanne Simmler dankte dem Kreistag für die Entscheidung, das Projekt in Pfaffenhausen mit 1,2 Millionen Euro zu fördern. Insgesamt werden an drei Standorten neue Seniorendependancen gebaut, das unterstützt der Main-Kinzig-Kreis mit insgesamt 3,6 Millionen Euro. Eine weitere Seniorendependance wird in Wächtersbach entstehen.

Das „Haus Spessart“ entsteht auf einer Fläche von 2700 Quadratmetern, davon sind 800 Quadratmeter Grünfläche. Um Platz für den Neubau zu schaffen, mussten in den vergangenen Monaten alte Gebäude abgerissen werden. Bürgermeister Rainer Schreiber freute sich darüber, dass auf dieser Fläche im Ortsmittelpunkt nun ein Projekt mit Strahlkraft entsteht, das zur Belebung des Dorfes beitragen werde. Die einmütige Entscheidung der örtlichen Mandatsträger für das Bauvorhaben zeige, dass alle von dem Projekt überzeugt seien. Schreiber bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis. Dieser Tag sei für Pfaffenhausen ein wichtiger Meilenstein, denn seit Längerem sei klar, dass es einen größeren Bedarf an Pflegeplätzen in der Region gibt. „Wir haben es geschafft und bekommen nun endlich auch eine betreute Tagespflege“, sagte der Bürgermeister sichtlich erleichtert.

„Wir werden hier eine innovative Einrichtung errichten, vor allem im Hinblick auf die technische Ausstattung“, sagte Klaus Schäfer, der sich bei den Alten- und Pflegezentren um die Projektsteuerung der Bauvorhaben kümmert. „Das Projekt bewegt sich in einer Größenordnung, die es so im Kreis noch nicht gibt“, sagte Schäfer. Das Haus überzeugt durch eine ganze Reihe von Innovationen, die es zum Vorzeigeprojekt für andere Pflegeeinrichtungen machen werden. Zu den wichtigsten technischen Neuerungen gehören Pflegebetten, die in der Lage sind, Messdaten – etwa Gewicht und Temperatur – an die Pflegedienstleitung zu übermitteln. So kann der Gesundheitszustand stressfrei dokumentiert werden.

Die Pflegeeinrichtung folgt dem Hausgemeinschaftsmodell: Vorgesehen sind 36 Einzelzimmer, verteilt auf drei Hausgemeinschaften. Es gibt gemeinsame Bereiche, aber auch die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Hinzu kommen 30 Betreuungsplätze in der Tagespflege, angegliedert ist auch eine Sozialstation. Hierfür konnte die Caritas als Anbieter gewonnen werden.

Zur Ausstattung des Gebäudes gehören außerdem eine Niedertemperaturheizung mit Fußbodenerwärmung, eine Photovoltaik-Anlage, die 75 Prozent des benötigten Stroms erzeugt und Solarthermie für warmes Wasser. Die Aufenthaltsräume werden klimatisiert sein, alle 36 Bewohnerzimmer werden mit Netzwerkanschlüssen und schnellem Internetzugang ausgestattet sein, ebenso mit Telefonen und TV-Geräten. Zum Sommer 2021 können die ersten Seniorinnen und Senioren einziehen. Schon heute gibt es 20 Interessenten. „Das zeigt, wie groß der Bedarf an wohnortnahen und kommunal verantworteten Angeboten ist“, sagte Susanne Simmler, die allen Beteiligten für ihr Mitwirken dankte. „Das wird jetzt eine spannende Zeit für alle – die Gemeinde, die Alten- und Pflegezentren, aber auch die Nachbarn. Aber wir werden auch immer wieder informieren und haben für manches Problem auch schon Lösungen gefunden“, sagte Klaus Schäfer mit Blick auf die kommenden Monate.

Die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises decken mit bislang zwölf Pflegeeinrichtungen rund 25 Prozent der vollstationären Pflegeplätze im Main-Kinzig-Kreis ab. Der stationäre Bereich ist zu 98 Prozent ausgelastet.
11Okt2019

Verleihung der Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Sozialminister Kai Klose begrüßt Alten- und Pflegezentren als neues Charta-Mitglied

(Von links) Der Hessische Staatsminister Kai Klose überreicht dem Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren des MKK Dieter Bien die Charta zur Vereinbarung von Pflege und Beruf.
Gesamtunternehmen - Freitag, 11.10.2019
Eine Initiative zur Unterstützung von Angestellten, die sich neben ihrer Berufstätigkeit um die Pflege von Angehörigen kümmern - das ist die hessische Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. 254 Unternehmen mit weit über 300.000 Beschäftigten sind der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bereits beigetreten. Gemeinsam mit 36 weiteren neuen Mitgliedern, wurden die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, vom Hessischen Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, im Netzwerk der Charta willkommen geheißen. Im Haus der Wirtschaft in Frankfurt am Main begrüßte Klose die neuen Mitglieder der hessischen Initiative und sprach über die Ziele und die mit der Charta verbundenen Maßnahmen. „Die pflegerische Versorgung in Deutschland wird zum größten Teil von Angehörigen erbracht. Hier in Hessen werden über drei Viertel aller Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Ihre Angehörigen stemmen also den Löwenanteil der Pflege“, so Klose. „Die Unterzeichnung der Charta ist eine Win-Win-Situation für Beschäftigte und Unternehmen. Mit dem Beitritt zeigen Unternehmen, dass sie für das Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf offen sind und gemeinsam mit den Beschäftigten Lösungen suchen“, betonte der Minister.

Wenn ältere Menschen zum Pflegefall werden, sind es oft die Angehörigen, die ihre Versorgung in der häuslichen Pflege übernehmen. Der größte Teil von ihnen ist berufstätig – und bleibt es auch während der Pflegephase. Neben der eigenen Berufstätigkeit für die Pflege von Angehörigen verantwortlich zu sein, sich um Versorgung, Praxisbesuche, Haushalt, das alltägliche Leben zu kümmern, diese Doppelbelastung betrifft jede elfte erwerbstätige Person. Gerade Vollzeitbeschäftigte kommen da schnell an ihre Grenzen. Die Arbeitgeber bekommen die Auswirkungen dann oft in Form von Arbeitsausfällen, vermehrten Krankheitstagen und geringerer Produktivität zu spüren. Jede dritte Pflegeperson reduziert ihre Arbeitszeit oder hört ganz auf zu arbeiten. Pflegende Mitarbeiter müssen daher durch gezielte Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützt werden. Tragfähige Pflegearrangements führen neben einer spürbaren Entlastung auch zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und engeren Bindung an das Unternehmen – und davon profitiert letztlich auch der Arbeitgeber. Es liegt daher im Interesse der Unternehmen, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Anforderungen der Arbeitgeber als auch den Belangen der Pflegenden sowie deren pflegebedürftigen Angehörigen Rechnung tragen.

Die Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wurde vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit der AOK Hessen, der berufundfamilie Service GmbH und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. ins Leben gerufen. Die Mitglieder der Charta bekennen sich zu ihrer Verantwortung hinsichtlich der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und beteiligen sich an der Entwicklung und Umsetzung der entsprechenden Rahmenbedingungen in ihrem Unternehmen. Die hessische Initiative unterstützt die Mitglieder der Charta mit Fachveranstaltungen, Kompetenztrainings für Beschäftigte, einem Webportal mit Informationsmaterial, Netzwerktreffen und einem Stufenplan zur individuellen Umsetzung von Vereinbarkeitsmaßnahmen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ausbildung von betrieblichen Pflege-Guides durch die AOK. Mitarbeiter der Unternehmen werden zu Pflege-Guides ausgebildet und stehen ihren Kollegen im Betrieb als Ansprechpartner zur Verfügung. „Sie sind für die jeweiligen Kolleginnen und Kollegen, die daheim die Pflege von Angehörigen bewältigen müssen, die erste Anlaufstelle innerhalb ihres Unternehmens. Mittlerweile sind 350 Pflege-Guides in über 200 Betrieben aktiv, so viele wie noch nie“, erklärte Detlef Lamm, Vorsitzender des Vorstands der AOK Hessen.

Um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern, unterstützen die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises ihre Mitarbeitenden mit einer Vielzahl von Angeboten. Dazu gehören eine gezielte und verlässliche Dienst- und Einsatzplanung, die Möglichkeiten einer Teilzeitbeschäftigung sowie die im Unternehmen fest verankerte betriebliche Gesundheitsförderung. Zusätzlich können die Mitarbeitenden das umfangreiche Fort- und Weiterbildungsangebot des Unternehmens in Anspruch nehmen. Daneben werden die Mitarbeitenden bei der Suche nach Lösungen und Versorgungsmöglichkeiten für ältere Familienmitglieder unterstützt. „Unser Ziel ist es, die bestmögliche Lösung zu finden, die von einer Beratung bei plötzlich eintretender Pflegebedürftigkeit bis hin zur Suche nach einem Pflegeplatz reichen kann“, so Geschäftsführer Dieter Bien. Durch die Unterzeichnung der hessischen Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und die Ausbildung von betrieblichen Pflege-Guides baut das kreiseigene Unternehmen sein Angebot für pflegende Angestellte weiter aus. „Es geht in erster Linie darum, die Mitarbeitenden in allen Lebensbereichen zu unterstützen und die wichtige Ressource Mensch durch Begleitung, Beratung und Förderung zu sichern – gerade auch im Hinblick auf das Thema Fachkräftesicherung“ so Bien.

So wird es aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren nicht nur zu einem Fachkräftemangel, sondern mit der steigenden Lebenserwartung auch zu einer größeren Anzahl pflegebedürftiger Menschen kommen. Das wird dazu führen, dass immer mehr Beschäftigte sich neben dem Beruf um die Pflege von Angehörigen kümmern. Gründe hierfür sind nicht nur die demografisch bedingte Zunahme der zu pflegenden Menschen und damit der Pflegenden, sondern auch Entwicklungen wie eine höhere Frauenerwerbsbeteiligung, eine längere Lebensarbeitszeit und die Alterung der Belegschaften. Wirksame Vereinbarkeitslösungen werden zukünftig somit noch stärker gefragt sein. Dabei ist die Enttabuisierung des Themas Pflege ein erster grundlegender Schritt. Beschäftigte, die Verantwortung für ihre pflegebedürftigen Angehörigen übernehmen, sollen in ihrem Arbeitsumfeld gewürdigt und unterstützt werden. Mit der Unterzeichnung der Charta bekennen sich die Unternehmen zur Würdigung der Übernahme von Pflegeaufgaben, zur Förderung einer entsprechenden Organisationskultur, zum lösungsorientierten Umgang mit den Situationen der pflegenden Beschäftigten und zur Förderung des internen und externen Dialogs. Sie legen so ein Fundament für eine zeitgemäße Organisations- und Unternehmenskultur.

Weitere Informationen zur hessischen Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf finden Sie im Internet unter www.berufundpflege.hessen.de.